Nach Anschlägen in Tunis: Polizei will Verdächtigen festnehmen, doch der zündet Sprengstoffweste

Tunis - Nach dem Doppelanschlag von vergangener Woche in der tunesischen Hauptstadt Tunis (TAG24 berichtete) ist ein dringend Tatverdächtiger getötet worden.

Blick auf ein zerstörtes Auto, nachdem eine Person einen Selbstmordanschlag verübt hat.
Blick auf ein zerstörtes Auto, nachdem eine Person einen Selbstmordanschlag verübt hat.  © DPA

Sicherheitskräfte hätten den gesuchten 23-Jährigen in einem Wohnviertel in Tunis umstellt und unschädlich gemacht, teilte das tunesische Innenministerium am späten Dienstagabend mit.

Lokale Medien berichteten, der mutmaßliche Terrorist habe in der Nähe einer Straßenbahnhaltestelle eine Sprengstoffweste gezündet, um sich der Festnahme zu entziehen.

Er sei dabei getötet worden. Weitere Opfer habe es nicht gegeben, bestätigte das Innenministerium.

Am vergangenen Donnerstag waren kurz hintereinander zwei Sprengsätze in der Innenstadt von Tunis explodiert. Ein Attentäter und ein Polizist starben, acht Menschen wurden verletzt.

Nach dem mutmaßlichen zweiten Angreifer hatten die Sicherheitskräfte in den vergangenen Tagen gesucht.

Die Anschläge galten offenbar gezielt tunesischen Sicherheitskräften.

Menschen stehen am 27. Juni hinter einem Absperrband am Tatort.
Menschen stehen am 27. Juni hinter einem Absperrband am Tatort.  © DPA

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