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Anschlag auf Asylheim in Meißen. War es rassistische Gewalt?

Meißen - Seit Tagen protestieren Anwohner und Zugereiste in Freital gegen die Unterbringung von Asylbewerbern. Jetzt brannte in der Nacht zum Sonntag in Meißen eine Asylunterkunft. Täter noch unbekannt.
Ministerpräsident Stanislaw Tillich (56, M.) fuhr am Sonntagabend nach Meißen. Er verurteilte den „feigen Brandanschlag“.
Ministerpräsident Stanislaw Tillich (56, M.) fuhr am Sonntagabend nach Meißen. Er verurteilte den „feigen Brandanschlag“.

Von Anneke Müller

Meißen - Seit Tagen protestieren Anwohner und Zugereiste in Freital gegen die Unterbringung von Asylbewerbern. Jetzt brannte in der Nacht zum Sonntag in Meißen eine Asylunterkunft. Täter noch unbekannt.

Kurz nach Mitternacht loderten Stichflammen aus dem ersten Stock des gerade renovierten vierstöckigen Hauses an der Rauhentalstraße. Schnell war sicher: „Es ist Brandstiftung“, so Kathleen Doetsch vom Operativen Abwehrzentrum (OAZ). An zwei Stellen wurde Feuer mit Brandbeschleunigern gelegt, das sich nur in einem Schlafzimmer entzündete.

Zum Glück sind noch keine Flüchtlinge in der Unterkunft. Die acht Wohnungen, die das Landratsamt ab 1. Juni von Bauunternehmer Ingolf Brumm (56) gemietet hat, sollten in den nächsten Tagen von 32 Asylbewerbern bezogen werden.

Eine riesige Stichflamme schlug kurz nach Mitternacht durch die geborstene Scheibe eines Schlafzimmers in der Asylbewerberunterkunft.
Eine riesige Stichflamme schlug kurz nach Mitternacht durch die geborstene Scheibe eines Schlafzimmers in der Asylbewerberunterkunft.

„Es ist jetzt unbewohnbar“, so Brumm, der knapp eine halbe Million Euro in das baufällige Haus investiert hatte.

Die Täter waren über die wahrscheinlich nicht abgeschlossene Haustür in die Unterkunft gelangt, hatten Türen zu zwei Wohnungen aufgebrochen. Wie Sören Skalicks (33) von den Piraten berichtet, haben Augenzeugen drei Personen mit einem Benzinkanister aus dem Haus rennen, dann mit einem Auto wegfahren sehen. „Die Quelle will aus Vorsicht derzeit anonym bleiben“, so Skalicks.

„Wir prüfen das“, so die OAZ-Sprecherin, die auch bestätigte, dass die Zusammenhänge einer „Spontanzusammenkunft“ der „Initiative Heimatschutz“ am Samstag, die seit Wochen Stimmung gegen Ausländer macht, und dem Brand geprüft würden.

Nicht nur Landrat und Bürgermeister kamen, auch Ministerpräsident Stanislaw Tillich (56, CDU) und Innenminister Markus Ulbig (51, CDU) eilten noch am Sonntagabend zum Tatort: „Ich appelliere an die Bevölkerung, Hinweise an die Polizei zu geben, damit die Täter schnell gefunden werden“, so Ulbig.

„Wir werden dafür sorgen, dass diejenigen, die zu uns kommen, sichere Aufnahme finden“, betonte Tillich, der die Tat einen „feigen Brandanschlag“ nannte.

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (61, CDU), zu dessen Wahlkreis Meißen gehört: „Ich toleriere keine Form von Gewalt oder Hass. Dem müssen wir entschlossen und hart entgegentreten."

Am Montagmorgen wurde der Feuerwehr eine Rauchentwicklung mitgeteilt. Es handelte sich um einen Fehlalarm.
Am Montagmorgen wurde der Feuerwehr eine Rauchentwicklung mitgeteilt. Es handelte sich um einen Fehlalarm.

Update, 29.6.2015, 9:30 Uhr

Erneut hat sich in Meißen ein Hinweis auf ein neues Feuer in der geplanten Asylbewerberunterkunft als Fehlalarm herausgestellt.

Kurz vor 8.00 Uhr war am Montagmorgen per Telefon-Notruf eine Rauchentwicklung mitgeteilt worden, wie eine Polizeisprecherin in Dresden sagte.

Vor Ort entdeckten die Einsatzkräfte aber keinen neuen Brand. Die Polizei prüft jetzt, ob ein Notrufmissbrauch vorliegt.

Bereits am Sonntagabend hatte sich ein anonymer Hinweis als Fehlalarm entpuppt.

Auf Hass folgt Gewalt

Kommentar von Juliane Bauermeister

In Freital belagert ein Mob seit einer Woche das Asylbewerberheim, in Meißen loderten jetzt sogar Flammen. Es war Brandstiftung.

Völlig egal, wem der Anschlag zuzuordnen ist, schlimm ist, dass er kam! Hier wird Gewalt gegen die Menschen gerichtet, die bei uns Schutz suchen.

Dass die Politik mit der Situation überfordert ist, steht außer Frage. Es mangelt an Informationen, die Bevölkerung fühlt sich übergangen. Wichtige Entscheidungen über die Unterbringung von Flüchtlingen werden hinter verschlossenen Türen gefällt. Frust in der Bevölkerung ist die Folge. Aber Frust auf die einen ist kein Grund für Hass auf die anderen.

In Freital wohnen seit gut einer Woche Flüchtlingsfamilien, Kinder pusten Seifenblasen vor dem Heim oder spielen Fußball. Nach Flucht und Angst nun endlich ein Gefühl der Sicherheit? Nur bis die Parolen vor dem Haus wieder über das Grundstück schallen. Und bis sie von dem nächtlichen Brandanschlag in Meißen hören. Ob sie dann noch ruhig schlafen können?

Auf der Suche nach einem sicheren Leben, einem kleinen bisschen Glück, stellen sich hier in Deutschland Menschen in den Weg, die satt sind, die sicher wohnen, lernen und arbeiten dürfen.

Menschen, die in dieses Glück hineingeboren wurden, feinden die an, die nicht für ihre bedrohliche Situation verantwortlich sind. Der Hass muss aufhören. Er scheint blind zu machen.

Fotos: dpa/Sebastian Kahnert

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