Anschlag auf Gesundbrunnen-Center geplant? Amri-Bekannter muss ins Gefängnis

Berlin - Ein 32-jähriger Islamist ist in Berlin wegen der Planung eines Anschlags zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und vier Monaten verurteilt worden.

Auch Anis Amri soll bei der Planung für einige Zeit dabei gewesen sein.
Auch Anis Amri soll bei der Planung für einige Zeit dabei gewesen sein.  © Bundeskriminalamt/DPA

Der Mann mit radikal-islamistischer Gesinnung sei der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat schuldig, hieß es am Freitag im Urteil des Kammergerichts in der Hauptstadt.

Magomed-Ali C. sei zwar nicht die treibende Kraft gewesen, habe aber einen möglichen Terroranschlag befürwortet und Sprengstoff in seiner Wohnung gelagert. Es sollten möglichst viele Menschen getötet werden, um ein Klima der Angst zu schüren.

Laut Bundesanwaltschaft soll der Angeklagte zusammen mit einem in Frankreich inhaftierten Islamisten die Gewalttat ab Sommer 2015 vorbereitet haben. Auch der spätere Attentäter vom Berliner Breitscheidplatz, Anis Amri, soll für einige Wochen im Oktober 2016 dabei gewesen sein.

Das Gericht blieb mit der Haftstrafe unter den Forderungen der Bundesanwaltschaft, die sechs Jahre und zehn Monate gefordert hatte. Der Vorsitzende Richter sprach von einer schwierigen Beweisfindung.

Als mögliches Anschlagsziel sei 2016 das "Gesundbrunnen-Center" in Berlin in den Blick genommen worden. Zu einem Anschlag kam es nicht. Die Planungen seien abgebrochen worden. Zuvor hatte die Polizei an der Berliner Wohnungstür des Mannes mit russischer Staatsbürgerschaft geklingelt, der bereits als "Gefährder" galt.

Als mögliches Anschlagsziel galt das Gesundbrunnen-Center.
Als mögliches Anschlagsziel galt das Gesundbrunnen-Center.  © Paul Zinken/dpa

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