Nach Anschlag in Halle: Erhöhter Schutz für jüdische Einrichtungen

Berlin - Nach dem Anschlag auf eine Synagoge in Halle werden jüdische Einrichtungen in der Hauptstadt weiter mit erhöhtem Aufwand geschützt.

Ein Mann mit Kippa steht vor Kerzen und Blumen vor der Synagoge in Halle.
Ein Mann mit Kippa steht vor Kerzen und Blumen vor der Synagoge in Halle.  © Hendrik Schmidt/dpa

"Diese Schutzmaßnahmen werden bis auf weiteres aufrecht erhalten - insbesondere auch mit Blick auf die noch anstehenden jüdischen Feiertage", sagte ein Sprecher der Innenverwaltung am Donnerstag. Die spürbare und sichtbare Präsenz von Sicherheitskräften gelte auch für Einrichtungen "jenseits von Synagogen".

Innensenator Andreas Geisel (SPD), der am Mittwochabend in Berlin bei der Neuen Synagoge in der Oranienburger Straße war, hatte der dpa gesagt: "Es geht nicht, dass Juden an ihren Feiertagen in Angst zu ihren Synagogen gehen müssen."

Die jüdische Gemeinde in Halle habe einen schrecklichen Angriff erlebt. Die jüdische Gemeinde zu Berlin brauche ein Zeichen der Solidarität.

Der Präsident des Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland, erklärte, der Anschlag in Halle treffe auch Berlin. Mehr denn je gelte: "Wir müssen zusammenhalten und zeigen, dass wir eine emotional wache Gesellschaft sind, in der wir uns gegenseitig schützen." Hier sei kein Platz für Hass.

Jüdische Einrichtungen, wie die Neue Synagoge in der Oranienburg Straße, erhalten weiter erhöhten Schutz.
Jüdische Einrichtungen, wie die Neue Synagoge in der Oranienburg Straße, erhalten weiter erhöhten Schutz.  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

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