Anschlag in Halle: BKA erhält mehr als 600 Hinweise

Wiesbaden - Vier Tage nach dem Anschlag von Halle sind dazu mehr als 600 Meldungen beim Hinweisportal des Bundeskriminalamtes (BKA) eingegangen.

Blumen und Kerzen vor der Synagoge in Halle. Der Neonazi Stephan B. hatte am Mittwoch versucht, in das Gebäude einzudringen und dort ein Massaker zu begehen.
Blumen und Kerzen vor der Synagoge in Halle. Der Neonazi Stephan B. hatte am Mittwoch versucht, in das Gebäude einzudringen und dort ein Massaker zu begehen.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Wie eine Sprecherin der Behörde am Sonntag mitteilte, waren es bis Sonntagmittag 614 Hinweise. Die Ermittler seien derzeit damit beschäftigt, Hinweisen nachzugehen und Tatzeugen zu vernehmen.

"Die Ermittlungen laufen weiter auf Hochtouren", hieß es vom BKA auf Anfrage. Die Ermittler seien dabei, die Erkenntnislage Schritt für Schritt zu bereichern.

Der schwer bewaffnete Neonazi Stephan B. hatte am Mittwoch versucht, in die Synagoge in Halle einzudringen, in der rund 50 Gläubige den jüdischen Feiertag Jom Kippur begingen (TAG24 berichtete). Als der Plan scheiterte, erschoss der 27-Jährige eine Passantin und einen Mann in einem Döner-Imbiss.

B. sitzt in Untersuchungshaft. Er hat antisemitische und rechtsextremistische Motive angegeben.

Nachdem dies misslungen war, erschoss B. eine Passantin auf offener Straße sowie einen Mann in diesem Döner-Imbiss.
Nachdem dies misslungen war, erschoss B. eine Passantin auf offener Straße sowie einen Mann in diesem Döner-Imbiss.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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