Angriffe! Jetzt schlägt Die Bahn zurück

Ein gesprengter Fahrkartenautomat der Bahn - 30.000 Euro Schaden! „Wird der Fahrkartenautomat angegriffen, schießt die Patrone mit hohem Druck Farbe in die Geldbehälter und macht die Geldscheine unbrauchbar.“
Ein gesprengter Fahrkartenautomat der Bahn - 30.000 Euro Schaden! „Wird der Fahrkartenautomat angegriffen, schießt die Patrone mit hohem Druck Farbe in die Geldbehälter und macht die Geldscheine unbrauchbar.“

Von Alexander Bischoff

Leipzig - Seit Wochen klagen Verkehrsunternehmen in Sachsen über eine Anschlagsserie auf Fahrkartenautomaten. Der Schaden geht schon in die Hunderttausende. Jetzt schlägt die Bahn zurück - mit Farbbomben!

Am Dienstag krachte es in Leipzig wieder. Mit einem illegalen China-Böller sprengten Unbekannte kurz vor 2 Uhr morgens den Fahrkartenautomat der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) an der Neuen Messe. Das 30.000 Euro teure Gerät erlitt Totalschaden - wegen ein paar Euro in der Geldkassette, auf die es die Täter abgesehen hatten.

Im Großraum Leipzig war es bereits der neunte Sprengstoff-Anschlag auf einen Fahrkartenautomaten von Bahn und Nahverkehrsunternehmen in diesem nur fünf Wochen alten Jahr. „Wir prüfen die Zusammenhänge, möglicherweise steckt eine Tätergruppierung hinter den Anschlägen“, sagt Leipzigs Polizei-Sprecher Uwe Voigt (53).

Als Erste reagiert jetzt die Bahn und „schlägt“ zurück:
mit Farbbomben, die derzeit in den Geräten installiert werden. „Wird der Fahrkartenautomat angegriffen, schießt die Patrone mit hohem Druck Farbe in die Geldbehälter und macht die Geldscheine unbrauchbar“, erklärt Bahn-Sprecher Jörg Bönisch (52). Der Aufbruch werde so „völlig sinnlos“.

Die zumeist rote Farbe lässt sich weder abwaschen noch lassen sich die damit gekennzeichneten Scheine in Umlauf bringen.

Fotos: fotojump, Ralf Seegers


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