So erklärt die Polizei den Anstieg an Sex-Delikten in NRW-Schulen

Düsseldorf – Die Polizei hat einen Medienbericht über einen deutlichen Anstieg der Sexualstraftaten an Schulen in Nordrhein-Westfalen zurückgewiesen.

2017 gab es 306 Sexualdelikte an Schulen in NRW.
2017 gab es 306 Sexualdelikte an Schulen in NRW.  © 123RF

Zwar stünden in der Kriminalstatistik für das Jahr 2017 deutlich mehr Sexualdelikte als im Vorjahr, dies sei aber hauptsächlich auf die Reform des Sexualstrafrechts im November 2016 zurückzuführen, erklärte das Landeskriminalamt (LKA) am Dienstag.

Durch die Gesetzesänderung zählen nun auch Fälle sexueller Belästigung zu den Sexualdelikten. Zuvor wurden sie überwiegend als Beleidigung gewertet und in einer anderen Statistik ausgewiesen.

Im vergangenen Jahr gab es an Schulen in Nordrhein-Westfalen demnach 306 gemeldete Sexualdelikte, im Vorjahr nur 224. 2015 lag der Wert mit 171 sogar noch niedriger.

Der Anstieg von 2015 auf 2016 sei zwar nicht auf die Gesetzesänderung zurückzuführen, bewege sich aber im Bereich der Schwankungen, die es in diesem Bereich von Jahr zu Jahr in beide Richtungen gebe, erklärte ein Sprecher des LKA. Trotzdem sei natürlich jeder Fall einer zu viel.

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