Eisberg versperrt Weg: 150.000 Pinguine verhungert

Seit 2010 starben fast 150.000 Adeliepinguine. Ein riesiger Eisberg verperrt den Weg zu Meer.
Seit 2010 starben fast 150.000 Adeliepinguine. Ein riesiger Eisberg verperrt den Weg zu Meer.

Antarktis - In der Commonwealth-Bucht in der Ostantarktis zeigt sich die Natur von ihrer traurigen Seite: Weil ein riesiger Eisberg den Weg zum Meer versperrt, sind bereits 150.000 Pinguine kläglich verhungert. Nun rechnen Forscher mit dem Schlimmsten.

Als wäre der Klimawandel nicht schon genug, leiden die Adeliepinguine in Ostantartika nun auch noch unter einem riesigen Monstrum, das ihren Lebensraum bedroht: Der Eisriese hat sich zwischen eine einst riesige Brutkolonie und dem lebenswichtigen Meerzugang geschoben.

Der Eisberg B09B mit einer Fläche von rund 100 Quadratkilometer (mehr als 10.000 Fußballfelder) sei laut einer Studie bereits im Jahr 2010 in der Commonwealth-Bucht an Land gestoßen. Danach sei die Zahl der Pinguine im Laufe der Jahre von etwa 160.000 auf knapp 10.000 geschrumpft. Ein "katastrophaler Rückgang", wie die Forscher schreiben.

Um an Nahrung zu gelangen, müssen die Fracktiere nämlich nun eine Strecke von 60 Kilometern zurücklegen. Erst dort erwartet sie das nächste Meeresufer.

Wenn sich B09B nicht weiterbewegt oder aufbricht, befürchten Forscher, dass die Pinguin-Kolonie aus der Commonwealt-Bucht in 20 Jahren komplett ausgerottet sein könnte.

Die Pinguin-Kolonie lebt an der Commonwealth-Bucht in Ostantarktis.
Die Pinguin-Kolonie lebt an der Commonwealth-Bucht in Ostantarktis.
Nicht nur der Klimawandel, auch ein riesiger Eisberg macht den Pinguinen in Antarktis zu schaffen.
Nicht nur der Klimawandel, auch ein riesiger Eisberg macht den Pinguinen in Antarktis zu schaffen.

Fotos: imago, google maps


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