Rechter Anschlag in Halle hallt nach: Polizei mit Anti-Terror-Übung

Stuttgart - Der antisemitische Anschlag in Halle hat den Polizeikräften im Südwesten noch einmal die Realitätsnähe ihrer bevorstehenden Anti-Terror-Übung vor Augen geführt.

Polizeibeamte stehen während einer Pressevorführung im Rahmen einer Großübung der Bundespolizei und der Landespolizei Baden-Württemberg auf einem Gleis des Stuttgarter Hauptbahnhofs. (Archivbild)
Polizeibeamte stehen während einer Pressevorführung im Rahmen einer Großübung der Bundespolizei und der Landespolizei Baden-Württemberg auf einem Gleis des Stuttgarter Hauptbahnhofs. (Archivbild)  © dpa/Marijan Murat

"Leider hat Halle gezeigt, dass es jederzeit überall passieren kann", sagte Projektleiter Daniel De Giuli aus dem Landespolizeipräsidium am Freitag in Stuttgart.

Der Anschlag sensibilisiere noch einmal, sagte ein Sprecher des Innenministeriums.

"Wir üben nicht spielerisch, sondern Einsatzszenarien, die stattfinden können."

Polizei und Bundeswehr im Südwesten wollen kommende Woche in Stetten am kalten Markt (Kreis Sigmaringen) den gemeinsamen Kampf gegen den Terror in noch nie da gewesener Form proben.

Bei der Übung BWTEX (Baden-Württembergische Terrorismusabwehr Exercise) mit 2500 Teilnehmern handelt es sich nach Angaben des baden-württembergischen Innenministeriums um die größte Übung dieser Art, die je in Deutschland durchgeführt wurde.

Dabei wird ein Anschlag mehrerer Täter in einer belebten Fußgängerzone in Konstanz simuliert.

Anti-Terror-Übung im September des Jahres 2018. (Archivbild)
Anti-Terror-Übung im September des Jahres 2018. (Archivbild)  © dpa/Marijan Murat

Titelfoto: dpa/Marijan Murat

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