Antifa-Ausstieg leicht gemacht: So will die AfD helfen

Die AfD aus Bayern will jetzt Antifa-Aussteigern den Weg "zurück ins Leben" erleichtern.
Die AfD aus Bayern will jetzt Antifa-Aussteigern den Weg "zurück ins Leben" erleichtern.  © DPA

Unterhaching - Na, dann kann ja nichts mehr schiefgehen: Der AfD-Landesverband Bayern hat sich offensichtlich zur Aufgabe gemacht, die Welt vor den linken Antifaschisten zu retten.

Auf einer eigenen Website bieten die Rechtspopulisten Hilfe beim Ausstieg aus der Antifa an. Dies sei schließlich auch dringend nötig, immerhin "weiß" die AfD: "erfahrungsgemäß führt die weitere Entwicklung meist in die Kriminalität. Von Hausbesetzungen über Straßenschlachten mit der Polizei bis hin zu Brandstiftung und versuchtem Totschlag reichen die Delikte im Umfeld der Antifa."

10.000 linksextreme Straftaten sprächen laut Informationstext für sich. "Wer die halbe Welt als Feind betrachtet, kann im richtigen Leben schwer Fuß fassen", klärt die Seite auf.

Doch an diesem Punkt springt einem die Partei helfend zur Seite. Damit man wieder lerne, selbstständig zu denken und sich eine eigene Meinung bilden zu können - dafür habe man nun die AfD Bayern. "Deutschland lieben lernen" oder wie es die AfD ausdrückt: "Nimm dein Leben in die Hand und nicht den nächsten Pflasterstein."

Ob sie auch ein Äquivalent für Menschen haben, die aus der rechten Szene aussteigen wollen, ist bisher nicht bekannt.

Seitenbetreiber ist der AfD-Landesverband Bayern, Vorstand Petr Bystron.
Seitenbetreiber ist der AfD-Landesverband Bayern, Vorstand Petr Bystron.  © DPA

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