"Tu so, als wäre es nie passiert": Urlauber vergewaltigt sein Tinder-Date

Antigua - Ein britischer Urlauber wurde zu 15 Jahren Haft verurteilt, nachdem er eine Amerikanerin auf der Karibik-Insel Antigua vergewaltigte. Die beiden hatten sich über die Dating-App Tinder kennengelernt.

Lee Martin-Cramp arbeitete seit 2014 bei der britischen Polizei.
Lee Martin-Cramp arbeitete seit 2014 bei der britischen Polizei.  © Montage: Facebook Screenshot Lee Martin-Cramp

Wie "Daily Star" berichtet, machte der britische Polizist Lee Martin-Cramp (26) im Mai 2015 Urlaub auf der karibischen Insel Antigua.

Dort lernte er über die Dating-App Tinder eine amerikanische Studentin kennen, die auf der Insel eine Ausbildung zur Krankenschwester machen und Missionsarbeit leisten wollte.

Pikantes Detail: Die beiden wechselten von Tinder zu WhatsApp, um ein Treffen zu arrangieren. Dabei schrieb sie ihm: "Komm nicht mit der Erwartung, Sex zu haben. Ich mache so etwas nicht mit Leuten, die ich gerade erst getroffen habe." Darauf antwortete Martin-Cramp: "Mach dir keine Sorgen."

Die beiden trafen sich in einer Bar und genossen eine Flasche Wein. Die Amerikanerin fasste offenbar Vertrauen zu dem jungen Mann und lud ihn in ihre Wohnung ein. Dort machten sie eine zweite Flasche Wein auf. Als sich die Frau umziehen wollte, ließ sie ihr Weinglas unbeobachtet zurück. Martin-Cramp tat eine Droge in das Glas, woraufhin die Studentin nach 10 Minuten ohnmächtig wurde.

Die fromme Christin, die noch Jungfrau war, konnte sich nur noch daran erinnern, "Nein" geschrien zu haben. Durch die Droge war sie jedoch so schwach, dass sie sich kaum gegen ihren Peiniger wehren konnte.

Malerisches Urlaubsparadies in der Karibik: Die Insel Antigua.
Malerisches Urlaubsparadies in der Karibik: Die Insel Antigua.  © Sean Pavone/123RF

Nach der Vergewaltigung forderte er sie auf, "so zu tun, als wäre es nie passiert" und bat sie sogar dreist erneut um Sex. Danach verließ er Antigua und blockierte sie auf WhatsApp.

Martin-Cramp kam mit seiner Tat jedoch nicht straffrei davon. Die Amerikanerin wandte sich an die Polizei und es kam zu einem Gerichtsverfahren. Großbritannien lieferte Martin-Cramp an Antigua aus, wo ihm der Prozess in der Hauptstadt St. John gemacht wurde.

Vor dem Richter gab die Amerikanerin zu Protokoll, dass ihr der veränderte Geschmack des Weines gleich merkwürdig vorkam. Als sie den Briten darauf ansprach, sagte er, er hätte etwas Wodka aus dem Kühlschrank hinzu gegeben, damit der Wein besser schmeckt.

Die Studentin schluchzte, als sie sagte: "Danach habe ich nur noch Blitze vom Rest der Nacht. Ich erinnere mich, dass er über mir war. Ich bat ihn, aufzuhören und hatte starke Schmerzen."

Bis zur Urteilsfindung verbrachte der Brite die Wartezeit auf einem alten US-Marinestützpunkt auf der Insel mit Klimaanlage und eigenem Bad, was die Einheimischen empörte.

Nach vielen Jahren kann der Fall nun ad acta gelegt werden. Lee Martin-Cramp wurde dazu verurteilt, eine 15-jährige Haftstrafe auf Antigua abzusitzen.


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