Liga-Präsident bestätigt: Darum darf Griezmann womöglich nicht für Barca auflaufen!

Barcelona - Jetzt droht der Streit um Antoine Griezmann völlig zu entgleisen. Wie La-Liga-Präsident Javier Tebas mitteilte, möchte Atletico Madrid die Spielgenehmigung des Franzosen für den FC Barcelona verhindern.

Die offizielle Vorstellung Griezmanns mit Barca-Präsident Josep Maria Bartomeu am 14. Juli.
Die offizielle Vorstellung Griezmanns mit Barca-Präsident Josep Maria Bartomeu am 14. Juli.  © Emilio Morenatti/AP/dpa

Javier Tebas, Präsident der spanischen Verbandes, bestätigte jetzt, dass die "Rojiblancos" nun verhindern wollen, dass Griezmann in Pflichtspielen für den amtierenden spanischen Meister aufläuft!

Das spanische Portal "Onda Cero" zitiert den 56-Jährigen wie folgt: "Atletico hat ein Schreiben aufgesetzt, in dem in Frage gestellt wird, ob die Liga eine Lizenz an Barcelona für Griezmann ausgibt".

Könnte Griezmann somit zum 120-Millionen-Trainingsgast werden?

Fakt ist, dass sich jetzt Gerichte mit der Cause Griezmann auseinandersetzen müssen. Der Sachverhalt könnte verzwickter nicht sein:

Bis zum 1. Juli 2019 war die feste Ausstiegsklausel für Griezmanns bis 2023 laufendem Vertrag, auf 200 Millionen Euro festgesetzt. Ab dem 1. Juli fiel diese um 80 auf 120 Millionen Euro.

Die "offizielle" Einigung und die Vertragsunterzeichnung gingen erst im Juli vonstatten. Atletico beharrt jedoch darauf, dass es bereits seit März Gespräche gegeben haben soll zwischen Barca und dem Franzosen. Und tatsächlich hat die ganze Verpflichtung des Weltmeisters einen faden Beigeschmack.

Gerüchte, dass Griezmann die Madrilenen in Richtung der Katalanen verlassen möchte hielten sich bereits seit Anfang des Jahres. Bereits am 14. Mai verabschiedete sich Griezmann dann auf der Twitter-Seite der "Atletis" via Video-Botschaft von den Fans des Hauptstadt-Klubs, bedankte sich für die "fünf unglaublichen Jahre mit fantastischen Momenten".

Der Wechsel zum Messi-Klub schien nur noch Formsache zu sein. Die offizielle Einigung hingegen, dann erst knapp zwei Monate später - ausgerechnet nach dem 1. Juli.

Atletico Madrid im Recht?

Antoine Griezmann im Herbst letzten Jahres noch im Trikot der "Rojiblancos".
Antoine Griezmann im Herbst letzten Jahres noch im Trikot der "Rojiblancos".  © Bruno Fahy/BELGA/dpa

Atletico beharrt auf stoische Art und Weise auf der Forderung nach den für sie noch fehlenden 80 Millionen Euro. Barcelona hingegen bestreitet vehement die Aussagen aus Madrid, bereits vor dem 1. Juli mit Griezmann bezüglich eines Transfers gesprochen zu haben.

Tebas über das weitere Prozedere: "Jetzt wird ein Mechanismus in Gang setzen. Dabei handelt es sich um die zuständigen Organe, die die Situation lösen werden. Ich bin kein Teil des Gerichts".

Heißt, es wird jetzt geprüft, inwiefern Atletico mit seinen Forderungen recht behält, ob ihnen die restlichen 80 Millionen noch zustehen, oder es letztlich sogar zum absoluten Hammer kommt und Griezmann gesperrt wird.

Die Katalanen dagegen werden nicht das erste Mal des Gebrauchs unlauterer Mittel auf dem Transfermarkt bezichtigt. Jüngstes Beispiel ist der Wechsel von Ousmane Dembélé von Borussia Dortmund nach Barcelona im Sommer 2017.

So soll Dembélé von Seiten Barca-Verantwortlicher hinter vorgehaltener Hand zum "Streik" aufgefordert worden sein, um einen Wechsel zu erzwingen.

La-Liga Präsident Javier Tebas.
La-Liga Präsident Javier Tebas.  © EPA/JUANJO MARTIN
Antoine Griezmann am 22.7.2019 vor dem Testspiel seines neuen Klubs gegen den FC Chelsea London.
Antoine Griezmann am 22.7.2019 vor dem Testspiel seines neuen Klubs gegen den FC Chelsea London.  © Rodrigo Reyes Marin/ZUMA Wire/dpa

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