Nach Ausschreitungen in Apolda: 103 Festnahmen

Bei der Demonstration ist es zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Die Polizei vermutet, dass es sich um Anhänger der rechten Szene handelt.
Bei der Demonstration ist es zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Die Polizei vermutet, dass es sich um Anhänger der rechten Szene handelt.  © DPA

Apolda - Nach den Ausschreitungen von Anhängern der rechten Szene in Apolda stellt sich die Polizei auf langwierige Ermittlungen ein.

Es könne Monate dauern, bis alle Anzeigen abgearbeitet seien, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag auf Anfrage. 103 Menschen waren am Montag vorläufig festgenommen worden (TAG24 berichtete). Deren Personalien wurden aufgenommen und sie im Anschluss wieder auf freien Fuß gesetzt. Es werde wegen Landfriedensbruch, Widerstand gegen Polizisten und Sachbeschädigungen ermittelt, sagte die Sprecherin.

Verletzt wurde niemand. Drei Streifenwagen wurden beschädigt. Außerdem ging die Scheibe eines Versicherungsunternehmens zu Bruch.

Die Polizei schätzt, dass die Gruppe aus bis zu 150 Menschen bestand. Sie waren auf der Rückreise von Demonstrationen in Halle in Sachsen-Anhalt aus dem Zug ausgestiegen und hatten sich teils vermummt in die Innenstadt von Apolda begeben. Dort kam es zu Zusammenstößen mit Polizisten. Laut Polizei wurden Beamte mit Steinen und Flaschen angegriffen. Außerdem sei massiv Feuerwerk gezündet worden.

In der Vergangenheit war es bei Maikundgebungen immer wieder zu Zwischenfällen gekommen. Vor zwei Jahren stürmten Neonazis eine DGB-Kundgebung in Weimar.

Titelfoto: DPA


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