Schwul durch Nutzung von iPhone-App? Mann mit irrer Klage gegen Apple!

Moskau (Russland) - Es dürfte wohl eine der kuriosesten Klagen des Jahres sein: In Russland hat ein Mann Apple verklagt, da er laut eigener Aussage durch die Nutzung einer App homosexuell geworden ist.

Ein Mann hat in Russland eine Klage eingereicht, die es in sich hat. (Symbolbild)
Ein Mann hat in Russland eine Klage eingereicht, die es in sich hat. (Symbolbild)  © Kiichiro Sato/AP/dpa

Wie die britische Zeitung The Independent berichtet, soll der Kläger D. Razumilov, dessen Vorname nicht komplett genannt wird, das Unternehmen auf eine Zahlung von einer Million Rubel (14.092 Euro) verklagt haben, da ihm "moralischer Schaden" zugefügt und er "manipuliert" worden sei.

Hintergrund sei die Kryptowährung "GayCoin", in Form derer er eine App-Zahlung auf seinem iPhone von Apple erhalten habe. Mit eben jener Buchung sei auch der in seinen Augen eindeutige Slogan "Urteile nicht, bis du es probiert hast" gekommen.

"Ich dachte danach, um ehrlich zu sein, wie ich etwas bewerten könne, ohne es selbst ausprobiert zu haben", erklärte Razumilov, der noch immer mit dem Lebenspartner zusammen ist, den er in der Folge kennengelernt hatte, in seiner Klageschrift.

Er habe sich deshalb entschieden, homosexuellen Beziehungen eine Chance zu geben und diese auszuprobieren. "Jetzt habe ich einen Freund und ich weiß nicht, wie ich es meinen Eltern erklären soll", wird der klagende Mann aus Russland zitiert.

Sein Leben habe sich zum Schlechteren verändert und werde nie wieder "normal", so Razumilov, der in den Dokumenten weiter ausführt: "Apple hat mich durch Manipulation hin zur Homosexualität gedrängt. Diese Veränderung hat einen moralischen sowie psychischen Schaden angerichtet."

Die Anwältin Razumilovs, Sapizhat Gusnieva, bestätigte, dass ihr Klient "verängstigt" sei und unter den Umständen "leide". Sie betonte zudem, die Rolle des Technologie-Giganten aus den USA, der "für seine Programme die Verantwortung" trage.

Um welche Applikation es sich gehandelt hat, ist unklar. Diese soll jedoch laut der Anwältin von einem Drittanbieter stammen.

Die Klage wurde bereits am 20. September in Moskau eingereicht, eine Anhörung vor Gericht soll laut der Nachrichtenagentur AFP am 17. Oktober stattfinden.

Sklave des Telefons? TakeThat-Star sieht den Umgang mit Handys kritisch. (Symbolbild)
Sklave des Telefons? TakeThat-Star sieht den Umgang mit Handys kritisch. (Symbolbild)  © Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Titelfoto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn


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