Könnte jeden treffen: Freund von Araber-Clan macht Leben von Nachbarn zur Hölle

Berlin - Drohungen per SMS, Körperverletzungen, Postdiebstahl: Seit Jahren leiden die Bewohner eines Berliner Wohnhauses in Berlin-Spandau unter der Schikane ihres Nachbarn. Er steht einem bekannten Berliner Clan nahe.

Die Berliner Polizei bei einer Razzia gegen eine arabischen Großfamilie im September 2018. (Symbolbild)
Die Berliner Polizei bei einer Razzia gegen eine arabischen Großfamilie im September 2018. (Symbolbild)  © Paul Zinken/dpa

Der Mann, der allem Anschein nach, das Leben seiner Nachbarn zur Hölle macht, heißt Abdulkadir O. (36). Sein Spitzname: Tyson-Ali.

Er lebt in einer Wohnung der Remmo-Familie, sie soll eine der inzwischen beschlagnahmten Immobilien des Clans sein (TAG24 berichtete).

Mit zahlreichen Straftaten und Gängelungen soll Tyson-Ali bis heute versuchen, seine Nachbarn aus ihren Wohnungen in der Falkenhagener Straße (Spandau) zu mobben – womöglich, um die Eigentumswohnungen für den Remmo-Clan freizupressen. Zunächst berichtete darüber der "Spiegel"

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Mit beschädigten Türschlössern, zerstochenen Autoreifen, Drohungen und auch physischer Gewalt, soll der mehrfach vorbestrafte Mann seine Berliner Nachbarn seit Jahren eingeschüchtert haben.

Das scheint nun Folgen zu haben: Nach Berichten der "BZ" durchsuchte die Berliner Polizei am Mittwoch die Wohnung von Abdulkadir O. in dem Spandauer Haus. Der Vorwurf: Verdacht auf Sachbeschädigung und Postdiebstahl.

Remmo-Clan in Berlin: Einschlägige Kriminelle seit Jahrzehnten

Mit Brutalität und psychischem Terror soll der Clan-Freund "Tyson-Ali" seine Nachbarn seit Jahren terrorisieren. (Symbolbild)
Mit Brutalität und psychischem Terror soll der Clan-Freund "Tyson-Ali" seine Nachbarn seit Jahren terrorisieren. (Symbolbild)  © 123RF

Abdulkadir O. scheint in engem Kontakt mit dem Remmo Clan zu stehen, wurde auf einer Familienbeerdigung neben Clan-Chef Issa Remmo gesehen. Der Remmo-Clan ist eine arabische Großfamilie mit über 500 Angehörigen. Die Familie wird zu Teilen der organisierten Kriminalität zugerechnet und ist hauptsächlich in Berlin ansässig.

Die ersten großen Schlagzeilen erzeugte der Clan bereits im Jahr 1992, als zwei Familienmitglieder einen jugoslawischen Gastronomen erschossen. Zuletzt erregte die Familie Aufsehen durch die mutmaßliche Beteiligung am Diebstahl der Bode-Goldmünze (TAG24 berichtete) und dem inzwischen gestandenen Handgranatenangriff auf eine Bar in Kreuzberg (TAG24 berichtete).

Gerade die Verbindung von Tyson-Ali zur organisierten Kriminalität machen seine Schikanen für die Nachbarn wohl so erschreckend. Erst vor kurzem begann aufgrund ähnlicher Straftaten ein Prozess gegen einen anderen Berliner Araber-Clan (TAG24 berichtete).

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