Gefährliche Clans in Berlin: Jetzt diskutiert der Innenausschuss

Berlin - Die Berliner Innenpolitiker befassen sich am Montag (11 Uhr) mit den Gefahren durch die organisierte Kriminalität in der Hauptstadt.

Nach dem Tod von Nidal R. diskutiert nun der Innenausschuss über die gefährlichen Berliner Clans.
Nach dem Tod von Nidal R. diskutiert nun der Innenausschuss über die gefährlichen Berliner Clans.  © DPA

Dazu gibt es in der Sitzung des Innenausschusses im Abgeordnetenhaus eine Anhörung mit Experten.

Eingeladen sind zum Thema "Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität" Staatsanwälte, ein Vertreter des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), ein Mitglied der Organisation "Mafia Nein Danke" sowie der Bezirksbürgermeister von Neukölln.

Bei den Stellungnahmen wird es voraussichtlich auch um die arabischen Mafia-Clans gehen, deren kriminelle Mitglieder in den vergangenen Jahren mit Überfällen, Einbrüchen und Gewalttaten immer wieder für Aufsehen sorgten.

Am 9. September war das vielfach vorbestrafte Mitglied eines Clans, der 36-jährige Nidal R., in Neukölln auf der Straße erschossen worden (TAG24 berichtete).

Update, 12.04 Uhr

Stadtstaaten wie Berlin haben mit organisierter Bandenkriminalität ein deutlich größeres Problem als die Flächenländer. Das zeigt sich an einigen Vergleichszahlen zu Bundesländern, die Innensenator Andreas Geisel (52, SPD) am Montag im Innenausschuss präsentierte. Demnach werden derzeit in Nordrhein-Westfalen 111 Ermittlungskomplexe der Kriminalpolizei gegen organisierte Kriminalität geführt, in Bayern sind es 76 und in Berlin 68 umfangreiche Ermittlungsverfahren. Gerechnet auf die Einwohnerzahlen liegt Berlin mit seinen 3,7 Millionen Bewohnern weit vor den beiden großen Flächenländern mit 18 und 12 Millionen Einwohnern.


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