Architektin will Elberadweg sperren!

Gelände des Freiraum Elbtal e. V. sowie der beliebte Elberadweg.
Gelände des Freiraum Elbtal e. V. sowie der beliebte Elberadweg.

Von Dirk Hein

Dresden - Showdown am Elbufer! Bis Ende 2014 hatte der Verein Freiraum Elbtal Zeit, die Baracken an der Leipziger Straße freiwillig zu verlassen.

Jetzt wird geräumt. Die Zukunft der Luxus-Brache an der Elbe sieht dennoch düster aus. Wahrscheinlich wird über Jahre nicht gebaut. Schon bald könnte zudem der Elberadweg auf Dauer gesperrt sein!

Die Hintergründe: Jahrelang wurden die Lebenskünstler vom Freiraum Elbtal auf dem Grundstück zwischen Puschkinplatz und Elbe geduldet. Dann kaufte die Firma DresdenBau das Areal. Chefin Regine Töberich will etwa 250 Wohnungen schaffen.

Weil der Freiraum das Grundstück nicht verließ, klagte Frau Töberich und bekam recht:

Top-Architektin Regine Töberich ist sauer und droht mit der Sperrung des Elbradwegs.
Top-Architektin Regine Töberich ist sauer und droht mit der Sperrung des Elbradwegs.

„Wir haben jetzt einen Antrag auf Räumung beim Gerichtsvollzieher gestellt. Aktuell werden Details des Polizeieinsatzes besprochen.“ Vor allem bei Grünen und Linken hat der Verein aber noch immer eine große Lobby. Die Parteien zogen damit sogar in den Wahlkampf.

Mit den neuen Mehrheiten im Stadtrat soll deshalb Ende Januar durchgesetzt werden, dass 30 Prozent des Grundstücks für den Hochwasserschutz und 30 Prozent für den Freiraum Elbtal e. V. freigelassen werden müssen.

„Rot-Rot-Grün geht mit Privateigentum in Gutsherrenmanier um, wie es ihnen gefällt. Bis heute gab es kein Gespräch mit mir. Ich bin maßlos verärgert“, empört sich Regine Töberich.

Um diesen Bereich zwischen Citybeach und Eisenberger Straße geht es.
Um diesen Bereich zwischen Citybeach und Eisenberger Straße geht es.

Die Architektin spielt jetzt ihren letzten Trumpf aus:
Denn das zu bebauende Grundstück reicht bis an die Elbe. Bisher durfte die Stadt Teile der Flächen als Elberadweg nutzen.

Der Vertrag ist jedoch monatlich kündbar …

Sollten Die Linke, Grüne und SPD wie geplant für große Teile des Grundstücks eine Bebauung ausschließen, will Frau Töberich komplett auf den Bau verzichten, den Elberadweg sperren und sich aus Dresden zurückziehen.

Die Unternehmerin: „Die Folge der fatalen Politik von Rot-Rot-Grün ist ein für viele Jahre brachliegendes Grundstück, ein gesperrter Elberadweg und Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe.“

Fotos: Montage MOPO24, Ove Landgraf. Screenshot Google Maps


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