Urlauber unter Schock, als Flüchtlingsboot an Strand landet

Griechenland/Deutschland/Frankreich - Noch vor der Ausstrahlung der beiden Teile dieses Flüchtlingsdramas in der ARD am Mittwoch schlägt der Film hohe Wellen.

Amare (Joshua Edoze) hofft auf eine Chance, heimlich auf eine Fähre zu kommen.
Amare (Joshua Edoze) hofft auf eine Chance, heimlich auf eine Fähre zu kommen.  © SWR/Maor Waisburd

Strand, Sonne, Urlaubsidyll... Plötzlich kommt ein Boot mit unzähligen Migranten dort an, wo der vermeintliche Wohlstand beginnt: an einem griechischen Urlaubsstrand. Das Boot macht Stopp zwischen badenden Urlaubern. Menschen machen per Handy Selfies, als die Flüchtlinge an Land stürzen... mit dem Ziel einer besseren Welt.

So beginnt "Eden", der deutsch-französische Film, der bereits in der >> ARTE-Mediathek in sechs Folgen zu sehen ist. Am Mittwoch läuft er dann im Ersten.

Das "gestrandete" Flüchtlingsboot wird zum Knotenpunkt für fünf ineinander verwobene Geschichten in verschiedenen Ecken des europäischen Kontinents. "Eden" beschäftigt sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Flüchtlingsthematik, die seit 2015 akuter wird, zeigt traurige Einzelschicksale, aber auch gesellschaftliche Reaktionen. "Eden" wirft einen Blick hinter die Kulissen europäischer Flüchtlingspolitik.

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"Die Serie von Dominik Moll gibt einem brisanten Thema ein Gesicht und macht es somit greifbarer", heißt es bei >> ARTE.

Fünf Schicksale - ein Thema: Migration

Florian (Bruno Alexander) ist der Erste, der das Flüchtlingsboot erblickt, das es bis an die griechische Küste geschafft hat.
Florian (Bruno Alexander) ist der Erste, der das Flüchtlingsboot erblickt, das es bis an die griechische Küste geschafft hat.  © SWR/Maor Waisburd

Entstanden ist ein intensiver Blick auf Probleme der Migration. Gespielt ist der aufwühlende Plot mit internationaler Besetzung - Schauspieler aus Deutschland, Frankreich und Griechenland gehören zum Ensemble.

Die Bandbreite des Films reicht von Korruption, Totschlag, Vertreibung, Rache, Missbrauch über Skepsis gegenüber Migranten, aber auch hin zu Hilfsbereitschaft gegenüber den Flüchtlingen.

Juliane Köhler und Wolfram Koch spielen das deutsche Ehepaar Hennings, das helfen möchte und es tut, deren Sohn aber skeptisch ist. Die Französin Sylvie Testud ist Hélène, die Betreiberin eines privaten Flüchtlingscamps, die zwischen Herzblut und Finanzierungslücken gefangen ist.

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Es spielen ebenso zwei Syrer mit: Adnan Jafar und Jalal Altawil, die selbst wie ihre Film-Figuren Bassam und Fares Fluchterfahrungen hinter sich haben. Das macht ihr Spiel sehr authentisch.

Gezeigt werden insgesamt fünf unterschiedliche Flüchtlingsgeschichten, die den Zuschauer nicht durcheinander bringen. Versprochen! Am Ende steht jede einzelne Episode im großen europäischen Zusammenhang.

"Eden" läuft jeweils 20.15 Uhr in der ARD am 8. und 15. Mai.

Silke und Jürgen (Juliane Köhler und Wolfram Koch) haben den syrischen Flüchtling Bassem (Adnan Jafar) bei sich aufgenommen, was ihrem Sohn Florian (Bruno Alexander) gar nicht recht ist.
Silke und Jürgen (Juliane Köhler und Wolfram Koch) haben den syrischen Flüchtling Bassem (Adnan Jafar) bei sich aufgenommen, was ihrem Sohn Florian (Bruno Alexander) gar nicht recht ist.  © SWR/Maor Waisburd
Hélène (Sylvie Testud) führt ein Flüchtlingslager in Griechenland, mit dem sie Folgeaufträge erzielen will.
Hélène (Sylvie Testud) führt ein Flüchtlingslager in Griechenland, mit dem sie Folgeaufträge erzielen will.  © SWR/Maor Waisburd

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