Maischberger ändert plötzlich Thema der Sendung!

Berlin - Wie witzig darf's denn (lieber nicht) sein? "Schlechte Witze, falsche Kostüme: Wo beginnt Alltagsdiskriminierung?", so lautet der Sendungstitel am heutigen Mittwoch bei MAISCHBERGER in der ARD.

Sandra Maischberger (52): Wie diskriminierend darf's sein?
Sandra Maischberger (52): Wie diskriminierend darf's sein?  © DPA

Ab 22.45 Uhr wird Sandra Maischberger im Ersten mit ihren Gästen auch über das dritte Geschlecht und Kramp-Karrenbauers "Pinkel-Witz" diskutieren (TAG24 berichtete).

Das zumindest kündigte die Moderatorin auf >> Facebook an: "Der Nachhall des politischen Karneval währt dieses Jahr lange.

Besonders Annegret Kramp-Karrenbauer steht im Kreuzfeuer wegen eines Karnevalsscherz über Toiletten für das dritte Geschlecht.

Die Kritik will sich die CDU-Vorsitzende aber nicht gefallen lassen: die Deutschen seien 'das verkrampfteste Volk der Welt'. Schlagzeilen machte zudem die Aufforderung einer Hamburger Kita an die Eltern, die Kinder zum Fasching nicht als Indianer zu verkleiden, um 'keine Stereotype zu bedienen'.

Ist es diskriminierend, sich als Indianer zu verkleiden? Sind Witze über Minderheiten in Ordnung? Und was denken die Betroffenen darüber?"

Wo beginnt Alltagsdiskriminierung? Das sind die Gäste:

Tessa Ganserer, B’90/Grüne ist zu Gast bei Maischberger.
Tessa Ganserer, B’90/Grüne ist zu Gast bei Maischberger.  © DPA

Tessa Ganserer, B’90/Grüne (erste Transfrau in einem Landtag): "Solche transphoben Witze leisten der Diskriminierung weiter Vorschub." Deutschlands erste transidente Abgeordnete kritisiert die Äußerungen der CDU-Vorsitzenden scharf: "Wenn eine hochrangige Politikerin die Rechte, die Existenz von Transidenten ins Lächerliche ziehen darf, tun ihr das viele nach."

Lisa Ortgies (Fernsehmoderatorin "Frau tv"): Die Journalistin kennt sexistische Sprüche aus der Ausbildungszeit: "Frauenfeindliche Witze haben wir in der Generation alle erlebt. Damals glaubten wir, das überhören oder ignorieren zu müssen." Die Moderatorin von "Frau tv" (WDR) warnt aber davor, politisch korrektes Verhalten von oben zu verordnen: "Das heißt ja noch nicht, dass es dann verstanden oder gefühlt wird; und kann zu einer gendergerechten Parallelwelt führen, die niemandem etwas nützt." (TAG24 berichtete)

Abdelkarim (Comedian): "Es gibt keine Grenzen für Humor. Ich achte aber darauf, nie eine konkrete Person zu verletzen oder vorzuführen", sagt der Kabarettist. Denn seit dem Erstarken der AfD sei die Stimmung in der Gesellschaft ein "bisschen asozialer" geworden, so Abdelkarim: "Political Correctness war gestern. Der Ton wird rauer, besonders im Internet."

Silke Launert CSU (Bundestagsabgeordnete): "Die heftigen Reaktionen auf die Äußerungen von Frau Kramp-Karrenbauer im Karneval finde ich übertrieben. Etwas mehr Gelassenheit täte uns allen gut", sagt die stellvertretende familienpolitische Sprecherin der Unionsfraktion.

Aminata Belli (Moderatorin): Die Moderatorin und Influencerin ist als Tochter einer Deutschen und eines Gambiers in Schleswig-Holstein aufgewachsen. Wenn man sie frage, woher sie "eigentlich" käme, nervt Aminata Belli das: "Ständig wird meine Zugehörigkeit angezweifelt." Sich beim Karneval als "Indianer" oder "Afrikaner" zu verkleiden findet die 26-Jährige rassistisch: "Wieso können Menschen nicht einfach akzeptieren, dass man sich davon beleidigt fühlt?" Die Modejournalistin freut sich deshalb darüber, dass sich Minderheiten in Deutschland "jetzt endlich trauen, auch mal laut zu sein".

Harald Martenstein ("Zeit"-Kolumnist): "Ich bin für manche ein Feindbild geworden, seit ich mich zu Themen wie Gender, politische Korrektheit und Feminismus äußere und mich über Aspekte dieser Ideologien lustig mache", sagt der Journalist.

Lisa Ortgies (Fernsehmoderatorin "Frau tv").
Lisa Ortgies (Fernsehmoderatorin "Frau tv").  © DPA

Silke Launert CSU (Bundestagsabgeordnete): "Die heftigen Reaktionen auf die Äußerungen von Frau Kramp-Karrenbauer im Karneval finde ich übertrieben. Etwas mehr Gelassenheit täte uns allen gut", sagt die stellvertretende familienpolitische Sprecherin der Unionsfraktion.

Aminata Belli (Moderatorin): Die Moderatorin und Influencerin ist als Tochter einer Deutschen und eines Gambiers in Schleswig-Holstein aufgewachsen. Wenn man sie frage, woher sie "eigentlich" käme, nervt Aminata Belli das: "Ständig wird meine Zugehörigkeit angezweifelt." Sich beim Karneval als "Indianer" oder "Afrikaner" zu verkleiden findet die 26-Jährige rassistisch: "Wieso können Menschen nicht einfach akzeptieren, dass man sich davon beleidigt fühlt?" Die Modejournalistin freut sich deshalb darüber, dass sich Minderheiten in Deutschland "jetzt endlich trauen, auch mal laut zu sein".

Harald Martenstein ("Zeit"-Kolumnist): "Ich bin für manche ein Feindbild geworden, seit ich mich zu Themen wie Gender, politische Korrektheit und Feminismus äußere und mich über Aspekte dieser Ideologien lustig mache", sagt der Journalist.

Update 18.00 Uhr

Statt des oben beschriebenen Themas ändert das MAISCHBERGER-Team den Inhalt der Sendung.

Der Brexit macht ihr ein Strich durch die Witz-Rechnung! Am Nachmittag teilte Maischberger auf >> Facebook mit, dass das Thema der heutigen Sendung geändert worden ist.

Also, die "ungelungenen Späße" fallen weg, nun gibt's: "Das Brexit-Drama: Kann das Chaos noch verhindert werden?" mit den Gästen Jean Asselborn (Außenminister Luxemburg), Jörg Meuthen, AfD (Parteivorsitzender), Anja Kohl (ARD-Börsenexpertin), Rolf-Dieter Krause (ehem. ARD-Studioleiter Brüssel), Anthony Glees (britischer Politikwissenschaftler) und Dirk Schümer (Europakorrespondent der „Welt“)!

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