Sandra Maischberger diskutiert über Deutschlands Miet-Explosion

Berlin - Mittwochs talkt Sandra Maischberger (52) in der ARD. Vergangene Woche drehte es sich um Erdogan (TAG24 berichtete), heute sind Wucher-Mieten das Thema.

Sandra Maischberger (52).
Sandra Maischberger (52).

Rentner müssen nach Jahrzehnten ihre Wohnung verlassen. Familien mit kleinen Kindern finden keine Bleibe. Investoren kaufen Wohnungen als Geldanlage und lassen sie leer stehen. Es soll sogar Abtreibungen wegen Mietwuchers geben (TAG24 berichtete).

Kaum etwas beschäftigt die Deutschen so sehr wie die Frage nach bezahlbarem Wohnraum. Die Sorge geht quer durch alle sozialen Schichten, nicht nur in Großstädten:

Wie lange kann ich mir meine Wohnung noch leisten? Wird ein Grundrecht wie Wohnen immer mehr zu einem Luxusgut?

Gehen politische Maßnahmen wie die von der Großen Koalition beschlossene Verschärfung der Mietpreisbremse nicht weit genug?

Könnte die aktuelle Forderung der SPD-Spitze nach einem Mietenstopp für fünf Jahre den Mietern helfen? Oder verprellen solche Eingriffe private Bauunternehmer?

Gäste bei Sandra Maischberger sind:

  • Malu Dreyer (SPD, Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz): "Grundstückspreise und Mieten schnellen in die Höhe", beklagt die stellvertretende SPD-Vorsitzende. Mit einem 12-Punkte-Plan will ihre Partei nun gegen steigende Wohnkosten vorgehen und fordert einen "Mietenstopp, um die Preisspirale zu unterbrechen".
  • Karin Jünke (Rentnerin): "Mein ganzes Leben hat sich in diesem Haus abgespielt", berichtet die frühere Sekretärin. 70 Jahre lang lebte Karin Jünke in der Wohnung. Nun soll sie das Doppelte zahlen!
  • Christoph Gröner (Bauunternehmer): "Die Politik verhindert durch zu viele Verordnungen und enorme Hürden, dass mehr gebaut wird", beklagt Christoph Gröner, der mit seiner Firma als einer der größten Immobilien-Entwickler Deutschlands gilt.
  • Florian Schmidt (B'90/Grüne, Baustadtrat Berlin-Kreuzberg): "Städte dürfen nicht zu Reichenghettos verkommen", warnt der Grünen-Politiker, der im Berliner Bezirk Kreuzberg-Friedrichshain Immobilieninvestoren den Kampf angesagt hat.
  • Anja Franz (Mieterverein München): "Das Problem betrifft längst nicht mehr nur Geringverdiener und kinderreiche Familien, sondern ist schon in der oberen Mittelschicht angekommen", berichtet die Pressesprecherin des Münchner Mietervereins.
  • Ursula Weidenfeld (Journalistin): "Bauvorschriften, Steuern und komplizierte Verfahren machen das Bauen so teuer, dass kaum noch Wohnraum für weniger Wohlhabende geschaffen wird", glaubt die renommierte Kolumnistin.

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