"GEZ"? So denken die Sachsen über die Rundfunk-Gebühr

Dresden - Das Thema "Öffentlich-Rechtliche Anstalten" betrifft wirklich fast jeden. Zumindest entrichtet jeder Haushalt, ob er die Öffentlichen konsumiert oder nicht, die Abgabe in Höhe von monatlich 17,50 Euro.

Dieser "Gegner" der Öffis sagt in der Befragung: "Sinnlos, weil ich die Öffentlichen nicht gucke..."
Dieser "Gegner" der Öffis sagt in der Befragung: "Sinnlos, weil ich die Öffentlichen nicht gucke..."  © TAG24

Menschen mit geringem Einkommen (Hartz-4-Empfänger, Sozialhilfe-Empfänger oder auch Menschen mit bestimmtem Behinderungsgrad) sind von der "Haushaltabgabe" ausgenommen, zumindest wenn sie entsprechende Anträge auf Befreiung stellen.

Jüngst haben sich die Schweizer per Volksentscheid gegen die Abschaffung ihres öffentlich-rechtlichen Angebots entscheiden (TAG24 berichtete). 71,6 Prozent der Schweizer stimmten vergangenen Sonntag für den Erhalt der umstrittenen Rundfunkgebühren.

Auch in Deutschland gibt es Gegner des Systems der öffentlich-rechtlichen Sender. In Talkshows und in den sozialen Medien wird eifrigst über die "GEZ" gestritten.

Sandra Maischberger nahm sich kürzlich des Themas an - und hatte mit Beatrix von Storch (46, AfD) die eifrigste Gegnerin in der Runde sitzen (TAG24 berichtete). Die AfD-Politikerin, deren Partei sich klar für eine Abschaffung des Beitrags ausspricht, nutzte die Talkshow, um ihre Standpunkte klar zu machen.

Ob der Vielfalt der heutigen Medienlandschaft sei die "Zwangsabgabe" längst nicht mehr zeitgemäß, argumentierte von Storch. Jeder könne selber entscheiden, was er konsumieren und wofür er bezahlen wolle.

TAG24 hat in Dresden nachgefragt - die Meinungen gehen auseinander

Beatrix von Stroch (AfD) hält die Rundfunkgebühren für undemokratisch und überholt.
Beatrix von Stroch (AfD) hält die Rundfunkgebühren für undemokratisch und überholt.  © Arno Burgi/dpa, Hauke-Christian Dittrich/dpa

Befürworter der Öffentlich-Rechtlichen hingegen verweisen auf "Vielfalt und Qualität für alle" – das sei die Aufgabe der frei zu empfangenden Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Hörfunk, Fernsehen und Internet.

Weiter heißt es auf >> Rundfunkbeitrag.de: "Der Rundfunkbeitrag finanziert dabei das Programm des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf Basis eines solidarischen Modells.

Das Ziel dabei ist, eine möglichst große Gerechtigkeit bei der Finanzierung zu gewährleisten. Solidarisch bedeutet dabei, dass alle Bürger, Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen des Gemeinwohls in Deutschland einen Beitrag leisten, damit jeder profitieren kann."

Weiter heißt es: "Somit tragen Sie dazu bei, dass auch in Zukunft ein unabhängiges, hochwertiges und vielfältiges Programm möglich ist."