WM in Schweden: Deutsche Ski-Asse sind heiß auf Medaillen

Garmisch-Partenkirchen - Die Heim-Rennen in Garmisch-Partenkirchen in Bayern am Wochenende wurden wegen heftiger Schneefälle abgesagt. Dennoch fahren die deutschen Ski-Asse optimistisch zur WM.

Viktoria Rebensburg geht in Are für den DSV auf Medaillenjagd. (Archivbild)
Viktoria Rebensburg geht in Are für den DSV auf Medaillenjagd. (Archivbild)  © DPA

Auch der Ausfall in Garmisch-Partenkirchen konnte die Stimmung im deutschen Alpin-Lager vor den Ski-Weltmeisterschaften in Are nicht trüben. Die Generalprobe mit der Abfahrt (Samstag) und dem Riesenslalom (Sonntag) auf der Kandahar fielen zwar den heftigen Schneefällen zum Opfer, gleichwohl brach ein Teil des DSV-Teams bereits gut gelaunt und zuversichtlich zum Skifest vom 4. bis 17. Februar des Jahres in Schweden auf.

Große Überraschungen gibt es im 16-köpfigen Aufgebot des Deutschen Skiverbandes (DSV) nicht. Angeführt wir das Alpin-Team von Slalom-Spezialist Felix Neureuther (34), Kitzbühel-Gewinner Josef Ferstl (30) und Viktoria Rebensburg (29).

"Wir fahren mit einer kleinen, aber hoffnungsvollen Mannschaft zu den Weltmeisterschaften. Unser Team besteht sowohl aus arrivierten als auch aus jungen Aktiven mit Perspektive, die in Are wertvolle Erfahrungen bei einer Großveranstaltung sammeln sollen", kommentierte Alpinchef Wolfgang Maier (58) die Nominierung von sieben Damen und neun Herren.

"Wir fahren mit dem Ziel dahin, eine Medaille zu holen", sagte Maier der dpa. Der 58-Jährige räumte zwar ein, dass "wir nicht zwingend zu den Medaillen-Kandidaten gehören", erklärte aber: "Wir haben immer wieder gezeigt, dass man uns nie ganz abschreiben darf. Dass wir aus relativ wenig doch viel machen konnten. Unser Team ist gut, ist motiviert. Ich hoffe, dass wir vielleicht wieder für die eine oder andere Überraschung sorgen können."

Nach den Ausfällen des letztjährigen Kitzbühel-Abfahrtssiegers Thomas Dreßen (25) und Andreas Sander (29, beide Kreuzbandriss) wird Ferstl am ehesten eine Medaille zugetraut. Im Slalom ruhen die Hoffnungen wieder auf Neureuther, der nach der WM entscheiden will, wann genau er seine Karriere beendet.

DSV ist breiter aufgestellt

Stefan Luitz gehört im Riesenslalom bei der WM zum Favoritenkreis. (Archivbild)
Stefan Luitz gehört im Riesenslalom bei der WM zum Favoritenkreis. (Archivbild)  © DPA

"Es gibt ein Leben danach, und das ist ein schönes. Wenn ich erkenne, dass aus meinem Körper nicht mehr rauszuholen ist, dann ist es Zeit zu sagen: So, das passt jetzt", hatte der 34 Jahre alte Neureuther im dpa-Interview erklärt. Im Riesenslalom gehört Stefan Luitz (26) zum Favoritenkreis, auch wenn ihm seine Schulterverletzung zu schaffen machte.

Bei den Damen haben Rebensburg, die beim Riesenslalom in Maribor am Freitag im ersten Durchgang ausgeschieden war, und Abfahrtsspezialistin Kira Weidle (22) Chancen auf eine Medaille bei der WM in Schweden.

"Die Erfolgsaussichten scheinen mir in Riesenslalom und Super-G größer als in der Abfahrt", erklärte Rebensburg, die noch offen ließ, ob sie die WM-Abfahrt bestreitet.

Immerhin ist der DSV breiter aufgestellt als in den vergangenen Jahren. "Wenn du immer nur den Felix hast oder die Vicky - die mussten ja die Medaillen gewinnen. Alles andere wäre nicht akzeptiert worden", sagte Maier. "Diesmal sind wir mit einem kleinen, aber sehr engagierten Team bei der WM und schauen mal, was herauskommt."

In jedem Fall müssen sich die Athleten auf andere Bedingungen als zuletzt in Mitteleuropa einstellen. In Are herrscht zurzeit Kälte von bis zu minus 20 Grad.

"Ich möchte mich schnell an den Schnee gewöhnen. Weil er ganz anders ist. Es ist skandinavischer Schnee, ziemlich aggressiv und kalt", sagte Ferstl, für den am Dienstag das erste Abfahrtstraining ansteht. Die Strecke sei jedenfalls "cool" - und zudem "die Form stimmt".

Felix Neureuther will bei der Ski-WM in Schweden nochmal richtig angreifen. (Archivbild)
Felix Neureuther will bei der Ski-WM in Schweden nochmal richtig angreifen. (Archivbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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