Auch die NASA ist ratlos: Was sind das für mysteriöse Gebilde in der Arktis?

Arktis - Forscher sind noch immer ratlos: In der Arktis wurden merkwürdige Formationen entdeckt, wie sie entstanden sind, ist noch immer unklar. Die Experten können nur spekulieren.

In der Arktis wurde eine merkwürdige Formation entdeckt.
In der Arktis wurde eine merkwürdige Formation entdeckt.  © 123RF

Im Nordpolarmeer, genauer gesagt im Beautfort Sea, fotografierte der NASA-Wissenschaftler John Sonntag von einem Forschungsflugzeug aus etwa 80 km nordwestlich von Kanadas Mackenzie River Delta mehrere Kreis-Gebilde mit einem Loch in der Mitte.

"Ich kann mich nicht erinnern, solche Dinger woanders gesehen zu haben," meint der Wissenschaftler der IceBridge-Operation verwirrt. Dabei fliegt er bereits seit zehn Jahren mindestens zweimal über die Polargebiete, um Landeis und Meereis der Region zu kartieren.

Die NASA tut sich mit der Definition schwer, schließlich sei es nicht einfach, anhand eines Fotos klar zu sagen, was für Kreise da unten im arktischen Meer gefunden wurden.

Was die Weltraum-Organisation auf jeden Fall weiß, ist, dass es sich bei dem gezeigten Meereis um junges Eis handeln soll. "Das Eis ist wahrscheinlich dünn, weich sowie matschig und etwas biegsam", vermutet Don Perovich, ein Meereis-Geophysiker am Dartmouth College. "Dies kann man in den wellenartigen Merkmalen vor der mittleren 'Amöbe' sehen."

Der Experte erkennt zudem eine allgemeine links-nach-rechts-Bewegung, was sich auch im sogenannten "Finger-Rafting" wiederspiegelt. Das "Finger-Rafting" tritt auf, wenn zwei Eisschollen kollidieren. "Als Ergebnis der Kollision gleiten Eisblöcke über und unter einander", heißt es auf der NASA-Website. Dadurch entsteht ein Muster, was einem Reißverschluss oder ineinandergreifenden Fingern ähnelt.

Das Geschehen um die mysteriösen Löcher ist also leicht erklärt, doch die kreisförmigen Gebilde bleiben ein Rätsel. "Ich bin mir nicht sicher, welche Art von Dynamik zu den halbkreisförmigen Merkmalen führen können, die die Löcher umgeben", gibt der der IceBridge-Projektwissenschaftler Nathan Kurtz zu. "So etwas habe ich noch nie gesehen."

Die NASA kann nur spekulieren. So könnten die Löcher einen "Säugetierursprung" haben, heißt es auf der Website. Die Löcher könnten also zum Beispiel von Robben ins Eis genagt worden sein, um einen offenen Bereich zu schaffen, durch den die Meerestiere atmen können.


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