Schwimmbad-Vorfall: Erster Verdachtsfall ausgeräumt

Bäder-Chef Matthias Waurick (53) bedauert den Vorfall.
Bäder-Chef Matthias Waurick (53) bedauert den Vorfall.

Dresden - Große Aufregung herrschte am Sonntagabend in Dresden: Vier Mädchen (11 bis 13) gaben an, im Georg-Arnhold-Bad unsittlich begrabscht worden zu sein. Ein Mann aus Afghanistan (19) wurde festgenommen und später wieder frei gelassen.

Mittlerweile steht fest, dass er kein Busengrabscher ist, wie die Staatsanwaltschaft am Montag bestätigte.

Eine 13-Jährige hatte angegeben, an der Brust unsittlich berührt worden zu sein. „Das Opfer hat eine Beschreibung des Täters gemacht, wonach dieser spezifische Merkmale aufwies. Diese wies der 19-jährige Verdächtige aber nicht auf“, so Oberstaatsanwalt Lorenz Haase (55).

Dennoch besteht weiter Tatverdacht gegen ihn, die drei anderen hatten das Berühren an Rücken, Beinen und Bauch dem Bademeister gemeldet. „Die Ermittlungen werden weiter geführt.“

Die Wogen indes schlugen hoch, besonders unter Flüchtlingsgegnern. Fummelanzeigen gibt es in Abständen bei der Polizei immer wieder: „Es betrifft nicht nur ausländische Tatverdächtige“, so Polizeisprecher Marko Laske (41). Die Bäder GmbH bestätigt, dass vereinzelt Fälle auftreten, diese „jedoch nicht ausschließlich einer Tätergruppe bzw. Nationalität zuzuordnen waren“, so Sprecherin Kathrin Heiser. Auch verzeichnet die Dresdner Bäder GmbH keinen Anstieg der Fälle in den letzten Monaten.

Forderungen nach einem generellen Badeverbot für Asylbewerber erteilt selbst die CDU eine Absage: „Das ist dumpfer Populismus, der Menschen unter einen Generalverdacht stellt, der sich verbietet“, so CDU-Kreischef Christian Hartmann.

Fotos: Holm Helis


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