Rückfällig? Vorbestrafter soll 14-jährigen Jungen sexuell missbraucht haben

Arnsberg - Obwohl ein 68-Jähriger bereits in einem Landesprogramm war, das für rückfallgefährdete Sexualstraftäter gedacht ist, soll er sich Anfang November 2017 erneut sexuell an einem Kind vergangen haben.

Nach dem mutmaßlichen sexuellen Missbrauch erstattete der 14-Jährige Anzeige. (Symbolbild)
Nach dem mutmaßlichen sexuellen Missbrauch erstattete der 14-Jährige Anzeige. (Symbolbild)  © 123RF

Die Staatsanwaltschaft Arnsberg wirft dem Mann aus Hamm vor, dass er sich zunächst in der Nähe einer Kinder- und Jugendeinrichtung aufhielt. Schon damit soll er gegen Auflagen verstoßen haben.

Wie der WDR berichtet, sei der 68-Jährige einschlägig wegen Kindesmissbrauchs bekannt. Ihm wurde es gerichtlich untersagt, sich Schulen, Kindergärten oder Kindern zu nähern. Mehrfach soll er dieses Verbot allerdings missachtet haben.

Am 8. November soll er einen 14-Jährigen unter einem Vorwand in seine Wohnung gelockt und dort dann "gegen den erkennbaren Willen" sexuell missbraucht haben. Der Junge erstattete danach Anzeige gegen den 68-Jährigen.

Obwohl das Landesprogramm laut eines Sprechers des Landeskriminalamtes grundsätzlich funktioniere, scheint es im Fall des vorbestraften Sexualstraftäters versagt zu haben. Insgesamt läge die Rückfallquote dennoch nur bei 3 Prozent.

Am 30. April startet vorm Landgericht Arnsberg der Prozess gegen den 68-Jährigen, der sich aktuell in Untersuchungshaft befindet.

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