Bayern will Artenschutz, was macht die Politik daraus?

München - Der Runde Tisch zum Umwelt- und Artenschutz in Bayern kommt am Freitag (09.00 Uhr) zu seinem vorläufig letzten Treffen zusammen.

Zahlreiche Vertreter der Staatsregierung, von Umweltaktivisten und weiteren Verbänden sitzen bei einem ersten Treffen des Runden Tischs in der Staatskanzlei zur Kompromisssuche nach dem erfolgreichen Volksbegehren zum Artenschutz.
Zahlreiche Vertreter der Staatsregierung, von Umweltaktivisten und weiteren Verbänden sitzen bei einem ersten Treffen des Runden Tischs in der Staatskanzlei zur Kompromisssuche nach dem erfolgreichen Volksbegehren zum Artenschutz.  © DPA

Im Anschluss sollen in einer Pressekonferenz die Ergebnisse vorgestellt werden. Dabei soll es unter anderem um zusätzliche Maßnahmen für mehr Arten- und Umweltschutz gehen, die über den Gesetzentwurf des Volksbegehrens "Rettet die Bienen" hinausgehen.

Dass dieser im Landtag angenommen werden soll, hatte die schwarz-orange Koalition zuletzt bereits angekündigt - begleitet von Klarstellungen und einem großen Paket für mehr Artenschutz.

Schon vor dem Abschlusstreffen hatte es Lob von fast allen Seiten gegeben: Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Moderator Alois Glück, die Initiatoren des Volksbegehrens und der Bauernverband zogen schon vorab ein positives Fazit.

Kritische Töne gab es dagegen vom Landesverband Bayern des Bundes Deutscher Milchviehhalter. Dieser hat weitergehende Forderungen an die Staatsregierung - und will diesen am Morgen mit einer Aktion vor der Staatskanzlei Nachdruck verleihen.

Update Runder Tisch für mehr Artenschutz: Treffen geht mit viel Einvernehmen zu ende

Markus Söder (r, CSU), Ministerpräsident von Bayern, Agnes Becker, Landesbeauftragte des Volksbegehrens "Rettet die Bienen" und Norbert Schäffer (l), Vorsitzender des Landesbundes für Vogelschutz, nehmen an der Pressekonferenz zur Abschl
Markus Söder (r, CSU), Ministerpräsident von Bayern, Agnes Becker, Landesbeauftragte des Volksbegehrens "Rettet die Bienen" und Norbert Schäffer (l), Vorsitzender des Landesbundes für Vogelschutz, nehmen an der Pressekonferenz zur Abschl  © DPA

Nach den zunächst schweren Konflikten während des Volksbegehrens "Rettet die Bienen" ist der Runde Tisch für mehr Artenschutz in Bayern mit viel Einvernehmen zu Ende gegangen. Die Staatsregierung, die Initiatoren des Volksbegehrens und Vertreter der Landwirtschaft bekannten sich nach dem Abschlusstreffen am Freitag zu einem gemeinsamen Kampf für mehr Arten-, Umwelt- und Naturschutz.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sicherte zu, die Ergebnisse des Runden Tisches flössen nun "massiv" in die Gesetzesberatungen im Landtag ein. Bereits in der Plenarsitzung am 8. Mai soll das gesamte Paket im Plenum beraten werden. Söder sprach von einem "Volksbegehren XXL", das auch Geld und Stellen kosten werde.

Der Moderator des Runden Tisches, Alois Glück, forderte aber auch einen anderen Blick jedes Einzelnen auf Natur und Landschaft. Gärten und Landschaften müssten und sollten vielleicht nicht immer "sauber aufgeräumt" sein.

Mit den Bienen hat alles Angefangen, jetzt geht der Runde Tisch Artenvielfalt in die letzte Runde.
Mit den Bienen hat alles Angefangen, jetzt geht der Runde Tisch Artenvielfalt in die letzte Runde.  © DPA

Titelfoto: DPA

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