"Mord" am Telefon gestanden: Großeinsatz der Polizei in Aschaffenburg

Aschaffenburg - Ein Telefonanruf löste am späten Sonntagabend ein größeren Polizeieinsatz in Unterfranken aus.

Mehrere Streifenwagen rückten zu einem Wohnhaus in der Goethestraße aus (Symbolbild).
Mehrere Streifenwagen rückten zu einem Wohnhaus in der Goethestraße aus (Symbolbild).  © DPA

Etwa gegen 21 Uhr meldete sich ein Mann per Telefon bei der Polizeiinspektion Aschaffenburg.

Der Anrufer teilte den Beamten mit, "er habe soeben seine Frau getötet und werde sich nun in seiner Wohnung verschanzen", wie ein Sprecher am Montag mitteilte.

Umgehend wurden mehrere Streifenwagen zu dem Wohnhaus in der Goethestraße entsandt. Vor Ort scheiterten zunächst die Versuche der Beamten, mit dem Mann Kontakt aufzunehmen.

Doch dann die Überraschung: "Bevor weitere Maßnahmen getroffen wurden, konnte der angebliche Anrufer beim Verlassen einer Nachbarwohnung zunächst vorläufig festgenommen werden", berichtete der Polizeisprecher weiter.

Die angeblich getötete Ehefrau wurde schließlich wohlbehalten von der Polizei in der Wohnung angetroffen. Wie kam es zu dem rätselhaften Notruf?

Übler Scherz mit teuren Konsequenzen?

Die Polizei ermittelt in jedem Fall gegen Unbekannt, denn "für das Vortäuschen einer Straftat sieht das Strafgesetzbuch eine Strafandrohung von bis zu 3 Jahren Haft oder Geldstrafe vor".

Die Beamten halten es für wahrscheinlich, dass der Bewohner der Wohnung in der Goethestraße den Anruf nicht selbst getätigt hat. Vielmehr glaubt die Polizei, dass ein bislang Unbekannter sich einen üblen Scherz erlaubt hat.

Dem unbekannten Anrufer drohen erhebliche Kosten. Denn die Polizei in Unterfranken prüft auch, ob dem Täter "die nicht unerheblichen Kosten" des Einsatzes in Aschaffenburg auferlegt werden.

Titelfoto: DPA

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