"Unbedarftheit": Freitaler attackierte Asylheim nicht vorsätzlich

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, hatte der Vorfall keinen fremdenfeindlichen Hintergrund.
Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, hatte der Vorfall keinen fremdenfeindlichen Hintergrund.

Bei der Pfefferspray-Attacke in einer Flüchtlingsunterkunft in Halbe (Dahme-Spreewald) hat es laut Polizei kein fremdenfeindliches Motiv gegeben.

Der 28-jährige Bauarbeiter aus Freital habe das Spray in einem Flur des Hotels "aus völliger Unbedarftheit heraus" einfach nur ausprobieren wollen, sagte Sprecherin Ines Filohn am Donnerstag.

"Daraufhin sind Bewohner in Panik geraten und in den Korridor und damit in die Reizgasschwaden gelaufen", sagte Filohn. "Das war kein vorsätzliches Handeln, der 28-Jährige war schlichtweg leichtfertig."

Der Mann war nach seiner Vernehmung am Mittwochabend auf freien Fuß gesetzt worden.

Bei dem Vorfall am Dienstagabend mussten 35 Menschen wegen Augenreizungen und Atembeschwerden behandelt werden. Insgesamt waren 250 Rettungskräfte im Einsatz.

Auf dem ehemaligen Kasernengelände im Ortsteil Massow sind mehr als 300 Flüchtlinge untergebracht.

35 Personen wurden am Dienstagabend verletzt.
35 Personen wurden am Dienstagabend verletzt.

Fotos: dpa


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