Astronautin mit Flugangst: Diese Münchnerin soll die erste Deutsche im All werden

München - Der Weltraum. Unendliche Weiten. Valentina Tereschkowa erlebte dieses Abenteuer als erste Frau überhaupt. Ihr folgten Sally Kristen Ride (USA), Helen Patricia Sharman (Großbritannien), Claudie Haigneré (Frankreich) und Samantha Cristoforetti (Italien).

Um erfolgreich ins Weltall fliegen zu können absolviert die Wissenschaftlerin verschiedene Trainingseinheiten
Um erfolgreich ins Weltall fliegen zu können absolviert die Wissenschaftlerin verschiedene Trainingseinheiten  © dpa/Felix Hörhager

Nur aus Deutschland fehlt immer noch ein weiblicher, galaktischer Export. Doch das könnte sich schon bald ändern, denn als erste Frau aus Deutschland will Suzanna Randall in den Weltraum fliegen.

Problme: Ein ängstliches Gefühl bei der Sache wird die Astrophysikerin nicht los.

"Aber es ergibt auch Sinn, Angst zu haben vor etwas, das Risiken beinhaltet", sagte die 39-Jährige dem "Münchner Merkur" vom Samstag. Das Gefühl mache aufmerksam und sei manchmal lebensrettend.

"Entscheidend ist, die Angst kontrollieren zu können." Sie fliege seit Jahren Gleitschirm und habe dabei auch Angst, sagte die Mitarbeiterin der Eso in Garching.

Randall möchte - wie die Meteorologin Insa Thiele-Eich - die erste deutsche Frau im All werden und zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Das zumindest hat sich die private Initiative "Astronautin" als Ziel gesetzt.

Für dieses Projekt hatten sich rund 400 Kandidatinnen beworben. Neben Insa Thiele-Eich hat sich Nicola Baumann gegen die Mitbewerberinnen durchgesetzt, zog sich jedoch Ende 2017 wieder zurück. Glück für Suzanna Randall, die nun ihre Chance hat.

Geplant ist keine Langzeitmission, sondern ein mehrtägiger Besuch auf der ISS. Wenn alles klappt und die nötigen Mittel zusammenkommen, könnte es 2020 oder 2021 soweit sein.

Sie wolle ins All fliegen, "um Neues zu entdecken", sagte die gebürtige Kölnerin in dem Interview.

Das sei ähnlich wie bei der amerikanischen Science-Fiction-Serie "Star Trek". "Dieses in unbekannte Sphären vorstoßen, so wie in Star Trek, das ist es immer noch, wenn man in den Weltraum fliegt."

Die Münchner Astrophysikerin Suzanna Randall wurde von der Atrophysikerin zur Astronautin in spe.
Die Münchner Astrophysikerin Suzanna Randall wurde von der Atrophysikerin zur Astronautin in spe.  © Ingo Wagner/dpa

Titelfoto: Ingo Wagner/dpa

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