Elternrat: Flüchtlinge raus aus Turnhallen

Peter Lorenz (53), Vorsitzender des Landeselternrates.
Peter Lorenz (53), Vorsitzender des Landeselternrates.

Von Stefan Ulmen

Dresden - Der Landeselternrat hat am Sonntagnachmittag gefordert, Flüchtlinge nicht in Turnhallen direkt an Schulen unterzubringen.

Vorsitzender Peter Lorenz (53) führte in einer ganzseitigen Stellungnahme zu der Problemtaik mehrere Gründe an, hier Auszüge:

Die Schule sei ein besonders zu schützender Raum. Ein unkontrollierbar Eingriff durch Dritte (...) stelle erhebliche Risiken beim Brand-, Katastrophen- oder Fluchtwegmanagement dar.

Man riskiere "erheblichen Wildwuchs", was den Sportunterricht betreffe. Die Schulpflicht werde unter Umständen für bestimmte Bereiche ausgehebelt, u. a. die Einhaltung des Lehrplans gefährdet.

Den Kindern würden ständig und hautnah Konflikte vor Augen geführt, die bei der Aufnahme von bis zu 300 Personen entstehen könnten. Gerade auch in Sporthallen unter eingeschränkten Bedingungen, z. B. bei ca. 6 Toiletten und 10 Duschen. Hinzu kämen Medien- und Gafferanwesenheit sowie eventuelle Ausschreitungen und Notfalleinsätze.

Lorenz ergänzte auf Anfrage von MOPO24, dass nach seinen Informationen allein fünf Turnhallen in Dresden betroffen sind - entweder weil sie belegt sind oder dies ansteht: "Dort gibt es erhebliche Unruhe, geplante Maßnahmen müssen revidiert werden."

Foto: Steffen Füssel, DRK


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0