Asyl-Kritiker ziehen vor OB Hilberts Wohnhaus

Tom Walthersen von "Wir sind Übigau" zeigt den Brief an den OB.
Tom Walthersen von "Wir sind Übigau" zeigt den Brief an den OB.

Dresden - Eine Gruppe von Asylheimgegnern aus Übigau und Klotzsche hat am Dienstag dazu aufgerufen, vor das Wohnhaus von Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (44, FDP) zu ziehen und dort gegen die Asylpolitik zu prostestieren.

Gegen 21:45 Uhr versammelten sich etwa 30 Menschen an der Kreuzung Stendaler/Goethestraße, um von dort zum Haus des Stadtoberhaupts zu ziehen.

Die Aktion stand unter dem Motto "Übigau - Heim Leuchten". Die Teilnehmer hatten Lampions dabei und waren dazu aufgerufen, friedlich, alkoholfrei, ohne Gebrüll und Gewalt zu protestieren.

In Beisein der Polizei warfen die Teilnehmer einen handgeschriebenen Brief in den Kasten des OBs. Mit folgendem Wortlaut: "Lieber OB Dirk Hilbert! Bitte melden Sie sich bei uns in Übigau. Die Polizei hat alle Nummern. Danke."

Mit der Aktion wollen die Anwohner von Übigau daran erinnern, dass sie sich bei der Belegung der Turnhalle Thäterstraße im Stich gelassen fühlen. Weder sei das Problem der Straßenbeleuchtung bisher geklärt, noch gebe es ein Sicherheitskonzept.

Außerdem sei den Sportvereinen und Sportlern, die in der Halle trainierten, noch kein Ersatz angeboten worden.

Nachdem sie den Brief eingeworfen hatten, gingen die Teilnehmer friedlich ihrer Wege.

Die Protestierer vor Hilberts Wohnhaus.
Die Protestierer vor Hilberts Wohnhaus.
Der Brief an den OB im Wortlaut.
Der Brief an den OB im Wortlaut.

Fotos: Steffen Füssel


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