Asyl-Wohnungen? Sozialbürgermeisterin rudert zurück

Dresdens Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (39, Linke).
Dresdens Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (39, Linke).

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Diese Meldung hat für viel Aufregung und große Verwirrung gesorgt. Nachdem Dresdens Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (39, Linke) bei MOPO24 von Wohnungsöffnungen für Flüchtlinge gesprochen hatte, hagelte es viel Kritik. Jetzt rudert die Politikerin zurück.

„Eventuell müssen wir unsere Wohnungen öffnen, wie es auch nach dem Zweiten Weltkrieg der Fall war“, sagte Bürgermeisterin Kaufmann Samstag MOPO24.

Einige Leser verstanden den Satz als mögliche Zwangszuweisung von Privatwohnungen durch die Stadtverwaltung. Im Nachhinein sah sich Frau Kaufmann daher falsch widergegeben.

„Natürlich geht es nicht darum, dass Dresdner ihre Wohnungen abgeben, sondern dass versucht wird, Potenzial im Mietmarkt auszuloten“, so ein Sprecher der Stadt am Sonntag.

Klarere Worte fand Frau Kaufmann allerdings bei der künftigen Unterbringung von Flüchtlingen in Dresden. „Die Unterbringung der Menschen ist alternativlos. Egal wie groß der Protest ist.“ Es werde mit ihr keinen obdachlosen Asylbewerber in der Stadt geben.

CDU-Kreischef Christian Hartmann (41) warnte, sie spiele hier mit dem Feuer: „In Zeiten, in denen die Menschen in Anbetracht der Flüchtlingssituation berechtigte Sorgen haben und Fragen stellen, ist es umso wichtiger zu zeigen, dass wir mit der Situation umgehen können.“

Foto: Petra Hornig


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