Asylbewerber wegen Vergewaltigung an Nossener Brücke vor Gericht

Unterhalb der Brücke soll der Angeklagte Tina L. vergewaltigt haben.
Unterhalb der Brücke soll der Angeklagte Tina L. vergewaltigt haben.

Von Steffi Suhr

Dresden - Die Tat war ungeheuerlich! Am hellichten Tag wurde im September Tina L.* (31) an der Nossener Brücke in Dresden vergewaltigt. Gegen den mutmaßlichen Täter, Nafaa B. (31), wird seit Freitag (9 Uhr) am Landgericht verhandelt.

Laut Anklage lauerte der Automechaniker aus Casablanca seinem Opfer auf dem Heimweg an der Zwickauer Straße unterhalb der Brücke auf. Er überfiel die Frau von hinten. Mit einer Glasscherbe verletzte er ihr das Dekolltee und brüllte "Only Sex".

Er riss Tina L. an den Haaren ins Gebüsch, zwang sie zum Sex. Um ihren Willen zu Brechen schlug er ihr auf den Kopf und drohte, sie zu töten. Nach der Tat floh der Angreifer.

Das Opfer schleppte sich zurück zur Arbeitsstätte, wo sich Kollegen und Ersthelfer um sie kümmerten. Das Opfer kam in die Klinik, die Wunden an der Brust mussten genäht werden.

Der mutmaßliche Täter, Asylbewerber Nafaa B., wurde noch am Nachmittag gefasst, sitzt seither in U-Haft. Zum Prozessauftakt bestritt er die Tat vehement: "Ich war das nicht, ich bin unschuldig. Ich habe Frau und Kind in meiner Heimat."

*Name von der Redaktion geändert

Nafaa B. vor dem Landgericht in Dresden.
Nafaa B. vor dem Landgericht in Dresden.

Fotos: Ove Landgraf


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