Wo kommen die Asylbewerber im Zwickauer Land her?

Nach den langen Strapazen der Flucht steht diesem Jungen die Erleichterung ins Gesicht geschrieben.
Nach den langen Strapazen der Flucht steht diesem Jungen die Erleichterung ins Gesicht geschrieben.

Von Thomas Nahrendorf

Zwickau - 1663 Asylbewerber sind mit Stand 10. September im Landkreis Zwickau untergebracht. Aber aus welchen Ländern kommen sie? Es sind überraschende Fakten, die das Landratsamt jetzt herausgegeben hat.

„Herkunft der Asylbewerber und Ausländer mit Duldung im Landkreis Zwickau“, lautet die Überschrift der Liste.

18 Länder sind aufgezählt, eine Rubrik läuft unter dem Begriff „Übriges Asien“, eine unter „ungeklärt“. Die meisten Asylsuchenden kommen demnach aus Syrien, insgesamt 319. Dort tobt seit vier Jahren Bürgerkrieg.

Das nächste Kriegsland kommt auf Rang acht - Afghanistan mit 93 Flüchtlingen. Die Staaten dazwischen: Kosovo (142), Russland (126), Serbien (104), Libyen (103), Albanien (96) und der Libanon (95).

Ankunft in Deutschland: Für viele, die über München einreisen, geht die Fahrt weiter nach Zwickau.
Ankunft in Deutschland: Für viele, die über München einreisen, geht die Fahrt weiter nach Zwickau.

Die meisten Menschen aus diesen Ländern haben kaum eine Chance auf Anerkennung ihres Asylantrags.

Die weiteren Länder sind Pakistan (91), Indien (85), Tunesien (83), Eritrea (66), Mazedonien (49), Irak (48), Georgien (46), übrige asiatische Staaten (34), Iran 29), Marokko (22), Menschen aus ungeklärten Herkunftsländern (19) und die Türkei (13).

Eine andere Statistik des Landkreises besagt: 45 Prozent der Asylsuchenden sind allein reisende Männer, 4 Prozent allein reisende Frauen und 51 Prozent Ehepaare/Familien.

Fotos: Karl-Josef Hildenbrand/dpa


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