Mit dem Taxi zum Amt... So zahlt der Steuerzahler für Flüchtlinge

Thomas Meyer vom Bund der Steuerzahler: "Hier wird mit vollen Händen Geld rausgefeuert."
Thomas Meyer vom Bund der Steuerzahler: "Hier wird mit vollen Händen Geld rausgefeuert."

Sachsen - Wie Ämter Gelder für Flüchtlinge verschwenden, schildert die MDR-Sendung "Exakt". Da kommen monatlich hohe Summen zusammen. Manche Taxi-Fahrten kosten über 300 Euro.

Wie jetzt bekannt wurde, gehen Ämter mehr als "locker mit Geldern um". Das ist das Fazit beim "Bund der Steuerzahler".

Des Taxi-Unternehmens Freud ist der Steuerzahler Leid? Die MDR-Sendung "Exakt" zeigte, wie Flüchtlinge mit Taxis von Amt zu Amt oder Arzt chauffiert werden.

Ein Leipziger Taxi-Unternehmer spricht von rund 800 Fahrten in drei Monaten. Die Behörden geben diese "Taxifahrten" bei der Landesdirektion Sachsen in Auftrag. Diese erklärt die Fahrten für Flüchtlinge so: "Wegen fehlender Ortskenntnisse" oder damit die Asylbewerber "überhaupt zu den Terminen erscheinen".

Schriftliche Stellungnahme des Amts.
Schriftliche Stellungnahme des Amts.

Fehlender Nahverkehr außerhalb der Ballungszentren soll ebenfalls das Fahren per Taxi begründen. Im Schnitt kostet eine Fahrt 15 Euro.

Dabei schlagen Fahrten von 100 Metern zu Buche, aber auch Reisen über 300 Euro. Beispiel: Eine syrische Familie bei Chemnitz wurde 80 Kilometer weit in das nächste Amt gebracht - inklusive der Wartezeit für den Fahrer zeigte das Taxameter nach 5,5 Stunden 308,90 Euro an...

Thomas Meyer vom Bund der Steuerzahler meint dazu: "Diese Praxis ist nicht nachvollziehbar! Das ist ein schlimmes Beispiel, wo der Staat versagt hat und die Verhältnismäßigkeit nicht wahrt."

Fotos: dpa, Christian Suhrbier


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