Asylbilanz 2017 für Dresden: Kaum noch neue Flüchtlinge

Noch immer kommen relativ wenig neue Asylbewerber nach Dresden.
Noch immer kommen relativ wenig neue Asylbewerber nach Dresden.  © DPA

Dresden - Die Zahl der Asylbewerber in Dresden bleibt weiterhin relativ niedrig. Die Folgen: Übergangsheime werden geschlossen, nicht mehr benötigte Asyl-Wohnungen werden wieder regulär vermietet.

Im Juni hat Dresden 57 Asylbewerber neu aufgenommen, im gesamten Jahr 2017 waren es bisher 389 Geflüchtete.

Zum Vergleich: Das sind siebzig Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Dresdenweit sind momentan 3427 Personen in Wohnungen (2146) oder Übergangswohnheimen (1281) untergebracht. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor waren es 5092 Menschen. Mitte 2015 und damit vor der „Asylkrise“ zählte Dresden 2523 Geflüchtete.

Weil auch zumindest absehbar nicht wesentlich mehr Flüchtlinge nach Dresden kommen werden, ist die Stadt momentan dabei, von insgesamt 328 „Flüchtlingswohnungen“ die Mietverträge auslaufen zu lassen. Die Wohnungen befinden sich hauptsächlich in Gorbitz und Prohlis.

Seit Ende 2015 wurden zudem sechs Heime, unter anderem an der Boxberger Straße, und vier als Turnhallen genutzte Unterkünfte wieder frei gezogen.

Immer mehr Flüchtlinge finden Arbeit. Im letzten Jahr gab es 507 Zustimmungen zur Arbeitsaufnahme. „Allein bis Mitte dieses Jahres waren es 419 Zustimmungen“, so Sozialbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann (40).

Titelfoto: DPA


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