Polizei nimmt Schleuser und Dutzende Migranten fest

Athen/Thessaloniki – Die griechische Polizei hat in der Region der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki einen mutmaßlichen Schleuser festgenommen und 48 Migranten in Gewahrsam genommen.

Die Migranten sollen nach Überprüfung ihrer Personalien in einem Flüchtlingslager untergebracht werden. (Symbolbild)
Die Migranten sollen nach Überprüfung ihrer Personalien in einem Flüchtlingslager untergebracht werden. (Symbolbild)  © Angelos Tzortzinis/dpa

Die Migranten wurden allen Anzeichen nach von der türkischen auf die griechische Seite des Grenzflusses Evros gebracht und anschließend mit einem Minibus Richtung Westgriechenland gefahren. Dies teilte die griechische Polizei am Samstag mit.

Die Migranten sollen nach Überprüfung ihrer Personalien in einem Flüchtlingslager untergebracht werden, sagte ein Polizeioffizier der Deutschen Presse-Agentur. In ihrer Mehrheit stammen sie aus dem Irak und Syrien, hieß es.

Die Schleuser versprechen den Flüchtlingen - trotz der weitgehenden Schließung der so genannten Balkanroute - sie über unbewachtes Gelände auf den noch nicht mit Zäunen gesperrten Weg Albanien, Montenegro und Bosnien-Herzegovina in den Norden des Balkans oder über die Adria nach Italien und danach nach Mitteleuropa zu bringen.

Fast täglich nimmt die griechische Polizei Schleuser fest, die mit Minibussen und in Hohlräumen von Lastwagen Migranten aus Evros nach Westgriechenland bringen. Die westgriechischen Häfen von Patras und Igoumenitsa sind die Drehscheiben für diese Route.

Titelfoto: Angelos Tzortzinis/dpa


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