Atlantis in Deutschland: See trocknet aus und gibt Ruinen frei

Edertal - Die anhaltende Trockenheit hat den Wasserstand im Edersee auf ein Viertel sinken lassen.

Diese Ruinen sind normalerweise vom Wasser des Sees bedeckt.
Diese Ruinen sind normalerweise vom Wasser des Sees bedeckt.  © dpa/Swen Pförtner

Eine für das Wochenende angesetzte Segelregatta habe deshalb abgesagt werden müssen, sagte ein Sprecher des Regionalverbands Eder-Diemel. Es seien aber weiterhin alle Wassersportarten auf dem See möglich.

Mittlerweile ist auch das Edersee-Atlantis – versunkene Ruinen aufgegebener Dörfer – weiter freigelegt worden. Die alte Aseler Brücke ist komplett zu sehen, die Überreste des Dorfs Berich sind trockenen Fußes zu erreichen.

Die Pegelstände am Edersee sind ein Dauerstreitthema. 25.000 Liter Wasser pro Sekunde wurden zuletzt aus dem Stausee in Nordhessen abgelassen, um die Schifffahrt auf der Weser zu sichern. Deswegen und aufgrund des Wetters leerte sich der See in diesem Jahr extrem schnell. Im Mai war er noch voll gewesen.

Hoteliers, Gastronomen und Wassersportler befürchten erneut großen Schaden für den Tourismus. Rund 30 Millionen Euro Einbußen gab es 2017 durch Trockenheit.

Als kritische Marke gilt ein Füllstand von 20 Prozent im Edersee.

Die Aseler Brücke liegt normalerweise unter Wasser. Aktuell können Fußgänger sie problemlos überqueren.
Die Aseler Brücke liegt normalerweise unter Wasser. Aktuell können Fußgänger sie problemlos überqueren.  © dpa/Swen Pförtner

Titelfoto: dpa/Swen Pförtner


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