Nach tödlichem Zugstoß in Frankfurt: Spahn wird "besonders perfides" Zitat untergeschoben

Frankfurt am Main/Berlin - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht gegen ein erfundenes Zitat vor, in welchem er angeblich die Gewalttat am Frankfurter Hauptbahnhof verharmlost.

Die Montage zeigt Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor dem Tatort im Hauptbahnhof Frankfurt.
Die Montage zeigt Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor dem Tatort im Hauptbahnhof Frankfurt.  © Montage: dpa/Arne Dedert, dpa/Britta Pedersen

Der CDU-Politiker bezeichnete die im Internet kursierende Fälschung als "besonders perfide und plump".

Auf Spahns Twitter-Account war am Mittwoch zu lesen: "Im Netz kursiert die Fotomontage eines gefälschten Postings mit einem gefälschten Zitat von mir. Der entsetzliche Tod eines Kindes wird so für Stimmungsmache und Fake-News genutzt."

Zuvor war Spahn auf Facebook der Satz untergeschoben worden, dass "wesentlich mehr Kinder 2019 an Masern verstorben" seien als bei "Unfällen mit Zügen".

Nach Angaben eines Pressesprechers forderte das Gesundheitsministerium Facebook zur Löschung des gefälschten Zitats auf.

Bislang würden jedoch noch keine rechtlichen Schritte erwogen.

Junge am Hauptbahnhof Frankfurt vor ICE gestoßen

Am Montag hatte ein Mann am Frankfurter Hauptbahnhof einen Achtjährigen und dessen Mutter ins Gleisbett gestoßen (TAG24 berichtete). Die Frau konnte sich retten, der Junge wurde von einem Zug überrollt und getötet.

Der aus Eritrea stammende Tatverdächtige kam unter Mordverdacht in Untersuchungshaft. Der Fall sorgte deutschlandweit für Entsetzen.

Der Tweet von Gesundheitsminister Jens Spahn

Das gefälschte Spahn-Zitat auf Facebook

Titelfoto: Montage: dpa/Arne Dedert, dpa/Britta Pedersen

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