Attacke vor Flüchtlingsheim in Freital

80 Asylgegner waren am Montag vor das Hotel Leonardo gezogen.
80 Asylgegner waren am Montag vor das Hotel Leonardo gezogen.

Freital - Rund 80 Asylgegner haben am Montagabend in Freital Angst und Schrecken verbreitet.

Wie schon in den Wochen zuvor versammelten sie sich vor dem Hotel Leonardo, das von Flüchtlingen bewohnt wird. Böller wurden gezündet, Asylbewerbern der Weg in die Unterkunft versperrt.

Erst am Montag verkündete die Landesdirektion Sachsen, dass im Hotel kurzfristig für bis zu 280 Flüchtlinge Platz geschaffen wird. Notwendig sei die Aufstockung, damit die in der Chemnitzer Erstaufnahmeeinrichtung in Zelten untergebrachten Leute ein vernünftiges Dach über den Kopf bekommen.

Einigen Freitalern schmeckte diese Nachricht wohl überhaupt nicht. Sie zogen vor das Hotel. Berichte bei Facebook, wonach Steine auf das Haus geflogen seien, bestätigte die Polizei gegenüber der DNN nicht.

Gleichwohl seien aber Böller im nahen Umfeld des Hotels explodiert. Augenzeugen sprachen von einer beängstigenden, pogromartigen Stimmung.

Die Polizei war mit einem Dutzend Beamten vor Ort, musste allerdings nicht eingreifen. Auch PEGIDA-Chef Lutz Bachmann (41) soll in Freital gewesen sein. Er postete zumindest auf seiner offiziellen Facebook-Seite ein Foto der Demonstranten.

Ein Post von PEGIDA-Chef Lutz Bachmann.
Ein Post von PEGIDA-Chef Lutz Bachmann.

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