Haben wir den "Veganator" missverstanden? Darum ist Attila Hildmann so aggressiv

Der vegane Koch und TV-Promi Attila Hildmann steht in Berlin bei einem Pressetermin vor seinem veganen Imbiss mit einem Messer an einem Tiergatter.
Der vegane Koch und TV-Promi Attila Hildmann steht in Berlin bei einem Pressetermin vor seinem veganen Imbiss mit einem Messer an einem Tiergatter.  © Jens Kalaene/dpa

Berlin - Die Redakteurin Susanne Kippenberger hat sich im vergangenen Jahr ein Bild von Attilas erster "Snackbar" gemacht und war alles andere als begeistert von den Speisen und dem Hausherren. Es hagelte eine saftige Kritik ("Das Scheiß-Matcha-Eis") im Tagesspiegel. Die Schlammschlacht zwischen Hildmann und der Presse war eröffnet.

Es entwickelte sich eine vegane Staatsaffäre: Nach diversen Ausrastern sollte eine großangelegte Verkostung für Journalisten die Wogen glätten (TAG24 war dabei). Attila ist schließlich davon überzeugt, dass seine veganen Burger besser sind, als jene mit Fleisch.

Als Wetteinsatz gab es ein Kalb und obwohl der 36-jährige Koch und Buchautor den Kürzeren zog, konnte natürlich weder er, noch einer der anwesend Journalisten es über das Herz bringen, das Leben des Tieres zu beenden - nur damit der Berliner ein Steak isst.

Für das Kalb gab es bekanntlich ein Happy End, doch was ist mit Attila? In einem Instagram-Post erzählt er in einem Video nicht nur vom neuem Leben des Kälbchen auf einem Gnadenhof, sondern beschreibt auch, warum der Kritik-Eklat, die Steak-Wette und das gezückte Messer eigentlich voll und ganz in sein Schema passte.

Attila Hildmann bei einem Pressetermin vor seiner ersten Snackbar in Berlin-Charlottenburg.
Attila Hildmann bei einem Pressetermin vor seiner ersten Snackbar in Berlin-Charlottenburg.  © Jens Kalaene/dpa

"Viele von euch hatten vor der Aktion an mir stark gezweifelt: Warum macht er das? Muss das sein? Warum so aggressiv? Reine Promo!?!", schreibt Attila und ergänzt:

"Ich bleibe meiner Linie treu: die Stimmlosen brauchen jede PR, die sie kriegen können, denn die ekelhaften Missstände in der Tierhaltung (oder das grundsätzliche Konzept, dass Tiere unsere Sklaven sind) müssen wir mit jedem Mittel bekämpfen, auch wenn es aggressive Sprüche oder Pumpguns beinhaltet!"

Also alle Zweifel unberechtigt? "Am Ende mag es jeder für sich anders sehen, ich sage: das Ergebnis zählt!"

Nun fristet Kalb "Daisho" (benannt nach Attilas Energy-Drink) ein normales Kuh-Leben auf dem Gnadenhof "Wilde Hilde". Über die sozialen Netzwerke werden Interessierte am Laufenden gehalten, wie die kleine Kuh wächst und gedeiht.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0