Skandal in der Leichenhalle! Als ein Neugeborenes sich plötzlich bewegt, machen Arzt und Pfleger nichts

Atyrau - In der westkasachischen Stadt Atyrau werden mehrere Mitarbeiter einer Geburtsklinik verdächtigt, ein gerade zur Welt gekommenes Baby getötet zu haben. Auf Anweisung hatte ein Entbindungspfleger das Kind nach der Geburt als tot registriert. Als sich herausstellte, dass es noch am Leben war, beschloss der Chefarzt des Krankenhauses, den Säugling trotzdem in den Kühlraum des Leichenschauhauses zu stellen.

Das Neugeborene war bereits als tot registriert und wurde in den Kühlraum des Leichenschauhauses gebracht. (Symbolbild)
Das Neugeborene war bereits als tot registriert und wurde in den Kühlraum des Leichenschauhauses gebracht. (Symbolbild)  © 123rf.com/Rafael Ben-Ari

Der skandalöse Vorfall passierte am 29. September. Wie die kasachische Nachrichtenseite "Ak Zhaiyk" berichtet, habe das Baby nach seiner Geburt kein Lebenszeichen von sich gegeben.

Also wurde es tot gemeldet und in die Leichenhalle des Krankenhauses gebracht. Dass das fahrlässig war, sollte sich schon bald herausstellen. Denn es geschah etwas Unfassbares:

Das Kind begann plötzlich, seinen Fuß zu bewegen!

Erschrocken rief der Geburtshelfer den Chefarzt an. Doch der sagte allen Ernstes, es sei besser, das Baby im Kühlraum zu lassen, schließlich sei es ja schon als verstorben registriert.

Was Arzt und Pfleger nicht nicht wussten: der Chefarzt wurde bereits seit längerer Zeit von der Antikorruptions-Abteilung der Einrichtung abgehört. Er stand nämlich im Verdacht, widerrechtlich etwa 300.000 Tenge (rund 700 Euro) an die Leitung des Instituts für Forensik überwiesen zu haben.

Langjährige Haftstrafen drohen

Die zwei Mitarbeiter wurden angewiesen, dass Neugeborene sofort aus dem Kühlbereich zu holen. Doch es war bereits zu spät, das Kleinkind war schon tot.

Der Chefarzt und der Geburtshelfer wurden festgenommen und ein Strafverfahren gegen sie eingeleitet. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie in voller Absicht beschlossen hatten, das Kind zu töten, weil sein Ableben bereits in der Datenbank der Klinik eingetragen war. Ihnen droht jeweils eine 20-jährige Haftstrafe. Doch das ist noch nicht alles!

Weitere Babys getötet

Zuvor hatten andere Mitarbeiter des Krankenhauses in Atyrau eine dringende Kontrolle der Einrichtung gefordert. Sie behaupteten, dass schon mehrere Neugeborene dort getötet wurden. Allen Müttern hätte man gesagt, dass ihre Kinder wegen einer so genannten intrauterinen Infektion gestorben seien.

Dabei handelt es sich um eine Infektion innerhalb der Gebärmutter, die zum Schwangerschaftsabbruch, schweren Erkrankungen des Kindes oder zu dessen Tod führen kann.

Offiziellen Angaben zufolge starben 2018 in dem betroffenen Krankenhaus 108 Neugeborene.

Titelfoto: 123rf.com/Rafael Ben-Ari

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