Auch wegen Wohnungsnot: So teuer ist das Studieren in Frankfurt

Berlin/Frankfurt - Bei den Kosten für das Studium liegt Frankfurt in Deutschland auf Platz zwei. Nur in München ist es noch teurer.

Teures Pflaster? Das Foto zeigt den Campus Westend der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt.
Teures Pflaster? Das Foto zeigt den Campus Westend der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie hervorgeht, zahlen Studierende einer staatlichen Hochschule in der Mainmetropole mindestens 885 Euro im Monat für Studium, Wohnen und Leben. In München sind es rund 1000 Euro im Monat.

Im hessischen Vergleich ist Studieren in Wiesbaden mit 795 Euro ebenfalls sehr teuer. Darmstadt liegt mit 760 Euro im oberen Drittel. In Marburg (735 Euro) und Gießen (720 Euro) ist es deutlich billiger. In Kassel reichen laut der Studie sogar bereits 700 Euro. Am preiswertesten ist das Studieren und Leben im deutschlandweiten Vergleich in Ilmenau in Thüringen mit 595 Euro.

Wer an einer privaten Hochschule studiert, muss erheblich mehr bezahlen. So kostet es der Studie zufolge deutschlandweit sogar in keiner Stadt mehr als in Frankfurt. Ganze 1790 Euro müssen Studierende hier im Monat berappen. Auf Platz zwei liegt der Rheingau-Taunus-Kreis mit 1710 Euro.

Wohnungsnot in Frankfurt

Wohnungsnot und hohe Mietpreise führten schon in mehreren Deutschen Städten zu Protesten (Archivbild).
Wohnungsnot und hohe Mietpreise führten schon in mehreren Deutschen Städten zu Protesten (Archivbild).  © DPA

Die Kosten in Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt übersteigen damit den derzeitigen Bafög-Höchstsatz von 735 Euro.

Selbst die am Mittwoch von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) vorgeschlagene Erhöhung auf 850 Euro würde in Frankfurt nicht reichen, um die Kosten zu decken. Wegen steigender Mieten soll der Wohnzuschlag am Bafög 2019 nach Plänen der Ministerin von 250 Euro auf 325 Euro angehoben werden.

Die Kosten für Wohnen machen laut Studie einen maßgeblichen Anteil der Kosten aus: 40 Prozent sind es demnach im bundesweiten Vergleich. Regional gibt es aber sehr große Unterschiede: So wurde bei der Erhebung eine Spanne zwischen 230 und 600 Euro ermittelt.

In Frankfurt ist wegen der grassierenden Wohnungsnot günstiger Wohnraum rar. Davon sind insbesondere Studierende betroffen (TAG24 berichtete).

Das Moses-Mendelssohn-Institut aus Berlin hat Daten an bundesweit 96 Hochschulstandorten analysiert. Zu den Kosten zählen Ausgaben für Nahverkehr, Studium, Lebenshaltung, Verpflegung und Wohnen.

Titelfoto: DPA


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