Neuzugang Bertram kann beim Training nur zuschauen

Sören Bertram (r.) im Spiel gegen den Chemnitzer FC im Zweikampf mit Jamil Dem. In diesem Spiel riss ihm das Kreuzband. Er muss noch ein halbes Jahr pausieren. Erst im Spätherbst kann Bertram wieder angreifen.
Sören Bertram (r.) im Spiel gegen den Chemnitzer FC im Zweikampf mit Jamil Dem. In diesem Spiel riss ihm das Kreuzband. Er muss noch ein halbes Jahr pausieren. Erst im Spätherbst kann Bertram wieder angreifen.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Ein bisschen wehmütig schaute er beim Trainingsstart der Auer schon drein. Sören Bertram hatte sich die Kapuze der Regenjacke bis ins Gesicht gezogen, die Hände in den Taschen. Es juckte in den Füßen.

Aber der 24-Jährige muss sich noch lange gedulden, eher er mit seinen neuen Teamkameraden spielen kann. Im April riss ihm in der Partie des HFC gegen Chemnitz das Kreuzband, seither ist er außer Gefecht.

„Die Ärzte gehen nicht mehr von sechs Monaten aus, bis du wieder trainieren darfst, sondern von acht bis neun. Sie wollen so Anschlussverletzungen vermeiden. Wenn ich es jetzt ausrechne, wird es vielleicht Ende Oktober, Anfang November, bis ich einsteigen kann“, sagt Bertram zum Heilungsprozess.

„Und bis ich dann wieder richtig fit bin, wird es Dezember, vielleicht Januar“, will er keine genaue Prognose abgeben. Trotz der Verletzung ist er jetzt ein „Veilchen“. „Es war für mich einfach nur bemerkenswert, wie der Verein sich um mich gekämpft hat. Das ist ja bei solch einer Verletzung nicht selbstverständlich“, freut sich Bertram. „Die Verantwortlichen haben nicht täglich angerufen“, lacht er, „aber regelmäßig. Das hat mich überzeugt.“

Die Reha wird der offensive Mittelfeldspieler in Halle absolvieren, aber so oft wie es geht auch nach Aue kommen. „Ich möchte bei der Mannschaft sein, die Jungs kennenlernen.“ Der erste Eindruck begeisterte ihn.

„Du betrittst die Kabine und merkst: Das ist eine Mannschaft, die Jungs verstehen sich untereinander blendend“, schildert Bertram die erste Begegnung mit seinen neuen Kollegen.

„Dieser Teamgeist kann Berge versetzen. Er ist sehr wichtig, damit kannst du viel erreichen.“ Das hat Aue im Vorjahr gezeigt. Aber Spätherbst will Bertram mithelfen, dass es eine ähnlich erfolgreiche Saison wird.

Seit einer Woche ein „Veilchen“: Sören Bertram mit Sportdirektor Steffen Ziffert (l.). Noch muss der 24-Jährige beim Training zuschauen.
Seit einer Woche ein „Veilchen“: Sören Bertram mit Sportdirektor Steffen Ziffert (l.). Noch muss der 24-Jährige beim Training zuschauen.

Fotos: FCE (1), Picture Point/Kerstin Kummer (1)


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