Kann Aue-Coach Meyer Routinier Tiffert zum Weitermachen überreden?

Aue - Baustellen im Umfeld findet Neu-Trainer Daniel Meyer in Aue kaum noch vor. Hier und da wird rund um das Stadion noch gewerkelt, aber sonst ist alles paletti. Auf die Mannschaft trifft das nicht zu. Da gibt es noch einiges zu "bauen". Daher machte sich der 38-Jährige gleich nach seiner Präsentation ans Werk.

Daumen hoch! So verabschiedete sich Christian Tiffert nach der Relegation bei den Auer Fans.
Daumen hoch! So verabschiedete sich Christian Tiffert nach der Relegation bei den Auer Fans.  © Imago

Er stand noch in der Mixed-Zone und gab ausführliche Interviews zu sich und seiner Person. In seinem Kopf spukte es aber schon. Das erste Treffen mit Beratern ging schon am Abend über die Bühne, schließlich hat der Kader des FC Erzgebirge einige Lücken.

"Nach dem Abgang von Pascal Köpke ist klar, dass im Sturm etwas passieren muss", sagte Meyer. "Ein, zwei Stürmer suche ich. Dazu je einen für die linke und rechte Außenbahn." Würde mit den schon feststehenden Zugängen, Jan Hochscheidt und Steve Breitkreuz (beide Braunschweig) sechs Neue machen.

Meyer will dabei seine Netzwerke nutzen, die er sich als "U 19"-Trainer in Cottbus und Halle und nicht zuletzt als Nachwuchschef beim 1. FC Köln aufgebaut hat. "Es müssen nicht nur gestandene Jungs sein, wir schauen uns auch nach Talenten um. Die Mischung macht's", schmunzelte der gebürtige Hallenser.

Apropos gebürtiger Hallenser: Schafft es einer aus der Saale-Stadt, einen anderen Kicker von dort zum Bleiben zu überreden? Gemeint ist Christian Tiffert. Er hatte sich nach dem geschafften Klassenerhalt Bedenkzeit erbeten, seine Worte gleich nach dem KSC-Spiel klangen eher nach Abschied.

"Ich denke doch", antwortete Meyer. Präsident Helge Leonhardt schob sofort nach: "Ich gehe zu 100 Prozent davon aus. Christian ist noch im Urlaub, dort werden ihm sicher schon die Beine jucken."

Am 25. Juni zum Trainingsauftakt werden die Verantwortlichen wissen, wie sich Tiffert entschieden hat. Ob mit ihm oder ohne ihn, bis zur ersten Übungseinheit will Meyer seinen Kader nicht auf Teufel-komm-raus beisammen haben.

"Mit ein, zwei offenen Stellen könnte ich leben. Oft tut sich da auch noch im August was Gutes." Spätestens da soll auch die personelle Baustelle fertig sein.

Aues neuer Trainer Daniel Meyer (l.) und Präsident Helge Leonhardt müssen noch einige Lücken im Kader schließen.
Aues neuer Trainer Daniel Meyer (l.) und Präsident Helge Leonhardt müssen noch einige Lücken im Kader schließen.  © dpa/Sebastian Kahnert

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