Aue-Routinier Tiffert als Vater der Kompanie: "Haben einen Lauf"

Aue - Den FCE in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf. Und St. Pauli schon gar nicht. Aue ist acht Spiele ohne Niederlage, holte da 16 Punkte - so viel wie kein anderes Team in diesem Zeitraum. Altmeister Christian Tiffert hat sich zum Thema Aufschwung geäußert.

Christian Tiffert genoss die Glücksmomente nach der Partie mit seinem Nachwuchs.
Christian Tiffert genoss die Glücksmomente nach der Partie mit seinem Nachwuchs.  © Frank Kruczynski

Christian, acht Spiele ohne Niederlage, drei Siege am Stück, drei 2:1-Erfolge in den letzten drei Heimspielen gegen die direkte Konkurrenz aus Kaiserslautern, Fürth und St. Pauli. Sie sind dem Abstiegskampf nervlich gewachsen, oder?

Tiffert: "Oh ja. Wie wir das machen, immer wieder versuchen, das spielerisch zu lösen - das ist seit Wochen stark. Und das mit einer Truppe, die nicht vor Erfahrung strotzt. Wir waren gegen St. Pauli zwar nicht so dominant wie noch in Regensburg, aber der Sieg war verdient. Es wäre nicht gerecht gewesen, wenn wir das Ding verloren hätten, zumal das 1:1 unnötig war."

Sie sprechen es an: Beim zwischenzeitlichen Ausgleich ist Ihnen ein eher seltener Fehler unterlaufen. In der zweiten Hälfte ging Ihr Freistoß von Innenpfosten zu Innenpfosten. Waren das die ärgerlichen Faktoren?

Tiffert: "Ja, klar. Ich musste anerkennen, wenn du ganz hinten spielst und dann Fehler machst, dann ist das nochmal ganz was anderes. Man soll mir nicht böse sein. Ich bin kein Spieler, der den Ball übers Tribünendach drischt. So bin ich nicht. Beim Freistoß habe ich den Ball gar nicht mehr gesehen. Was dann passierte, wurde mir nur erzählt. Ich hätte den Kaiserschnitt wählen sollen, das wäre mit Außenrist gewesen, da wäre das Leder womöglich rein. Dann krieg ich trotz meines Fehlers vielleicht noch die Note 1."

Die "Veilchen" feierten mit Kind und Kegel und Fans den hochwichtigen Sieg gegen Hamburg.
Die "Veilchen" feierten mit Kind und Kegel und Fans den hochwichtigen Sieg gegen Hamburg.  © picture point/Sven Sonntag

Mit 36 spielen Sie insgesamt eine starke Saison. Fühlen Sie sich wohl als Vater der der "Veilchen"-Kompanie?

Tiffert: "Das auf alle Fälle. Es macht riesig Spaß mit der Truppe. Wenn ich sehe, wie wir füreinander da sind, Hut ab! Das Gegentor zum 1:1 ist das beste Beispiel: Da knien wir uns rein, geben Vollgas, bügeln den Fehler des anderen aus und wollen den Sieg unbedingt."

Ein Blick auf die Tabelle zeigt, es sind nur noch sieben Punkte bis zu Platz 3…

Tiffert: "Das ist mir nicht entgangen. Machen Sie einen Strich und notieren Sie: Kein Kommentar von Tiffert. Nein, wir haben jetzt einen Lauf, holen unsere Punkte nicht durch Glück oder so. Wir spielen uns da unten raus und das ist bemerkenswert. Alles andere ist Käse."


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