Trainingsauftakt bei Aue! Routinier Tiffert ist dabei, zögert aber noch

Aue - Die Sommerpause ist vorbei. Am Montag startet der FC Erzgebirge in die Vorbereitung auf die neue Saison. Mit Jan Hochscheidt, Steve Breitkreuz (beide Braunschweig) und Tom Baumgart (Chemnitz) sind drei Neuzugänge dabei.

Die lila Fangemeinde würde sich wünschen, dass Oldie Christian Tiffert noch ein Jahr beim FCE dranhängt.
Die lila Fangemeinde würde sich wünschen, dass Oldie Christian Tiffert noch ein Jahr beim FCE dranhängt.  © Imago

Viel mehr interessiert aber die Personalie Christian Tiffert. Macht er weiter oder nicht? "Ich werde da sein", schmunzelt er. Warum trotzdem noch nicht alles klar ist, hat der 36-Jährige im Gespräch mit TAG24 verraten.

Christian, Sie sagen, Sie sind mit am Start. Sie machen also weiter?

Tiffert: "Ich bin da, will mich aber vorher nochmal mit dem Trainer zusammensetzen. Das ist wichtig für mich. Ich möchte die Gesamtsituation mit ihm analysieren. Daniel Meyer ist neu, das ist jetzt wieder eine andere Situation für alle. Welche Idee hat er? Was hat er mit mir vor? Wo sieht er mich? Bin ich Abwehrspieler oder spiele ich im Mittelfeld? Das alles möchte ich noch klären. Körperlich bin ich fit."

Das heißt, es ist eher ein mentales Problem?

Tiffert: "Naja, so eine Relegation möchte ich definitiv nicht mehr erleben. Das zehrte schon extrem. Ich war fix und alle.

Das Problem ist aber auch: Ich muss funktionieren, muss immer positiv sein, muss vorangehen, immer da sein. Das wird von mir verlangt. Das ist schon ein Rucksack, eine Belastung."

Die Nummer 33 ist in Aue mittlerweile Kult.
Die Nummer 33 ist in Aue mittlerweile Kult.  © picture point/Sven Sonntag

Die Fans wünschen sich in den sozialen Netzwerken sehr, dass Sie bleiben?

Tiffert: "Ist dem so? Ich bin ein Fußballer alter Schule, ich lebe nicht in den sozialen Netzwerken. Die wird es bei mir nie geben. Aber so etwas zu hören jetzt, das tut schon gut. Aber davon mache ich es nicht abhängig."

Sondern auch von Ihrem Alter?

Tiffert: "Ich habe mich umgeschaut, ich sehe keinen mehr in meinem Alter. Das ist ja fast schon ein Alleinstellungsmerkmal, da bin ich auch stolz drauf. Aber ich bin auch Realist. Das Motto ist ganz oder gar nicht.

Ich will die Dinge nicht nur einfach machen, sondern ich will sie gut machen. Jetzt traue ich es mir absolut zu, aber was ist in einigen Monaten? So ein Leistungsabfall kommt von heute auf morgen."

Das klingt, als hätten Sie Angst, den richtigen Moment des Aufhörens zu verpassen?

Tiffert: "Ein bisschen schon. Ich möchte positiv aufhören und nicht nach einem negativen Erlebnis. Schauen wir doch mal auf die letzten drei Jahre. Ich habe nie gedacht, dass ich drei Saisons hier in Aue spielen werde. Ich hätte nach dem Aufstieg aufhören können, dann im Vorjahr nach dem sensationellen Klassenerhalt.

Jetzt hatten wir 40 Punkte, haben die Relegation großartig gemeistert. Auch jetzt wäre ein positiver Zeitpunkt. Ich überlege auf alle Fälle länger als in den beiden Jahren zuvor."

Was kann Sie überzeugen, Ihren Vertrag bis 2019 zu erfüllen?

Tiffert: "Ich mich. Schauen wir mal, was Montag passiert."

Bleibt Christian Tiffert auch im "hohen" Fußballalter von 36 Jahren am Ball?
Bleibt Christian Tiffert auch im "hohen" Fußballalter von 36 Jahren am Ball?  © picture point/Sven Sonntag

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