Aue-Präsident Leonhardt ist abgetaucht, nicht zu erreichen!

Aue - Helge Leonhardt ist abgetaucht, nicht erreichbar. Dabei hätte TAG24 den 59-Jährigen gern mal zur Entwicklung der letzten Tage befragt und auch mal zu seinem Tun.

Er ist mehr als nur Präsident, nicht nur Repräsentant des Vereins. Er ist der Macher des FC Erzgebirge: Helge Leonhardt.
Er ist mehr als nur Präsident, nicht nur Repräsentant des Vereins. Er ist der Macher des FC Erzgebirge: Helge Leonhardt.  © Frank Kruczynski

Er ist nur ehrenamtlich Präsident, wirkt aber wie kein zweiter Vereinsboss im bezahlten Fußball im operativen Geschäft mit - weil er muss.

Die erste Frage wäre gewesen: Wie schmutzig ist der Fußball wirklich anhand der Beispiele von Fast-Trainer Lukas Kwasniok und Pascal Köpke? Beide Seiten sind sich beim Trainertransfer einig, aber der abgebende Verein Karlsruhe stellt Forderungen jenseits von Gut und Böse.

Wir hätten gern gewusst, ob er es rein menschlich verwerflich findet, dass der KSC einem jungen Trainer die Karriere vorerst verbaut? Oder: Warum baggert Aue an Trainern, die gebunden sind?

Weiter hätten wir gern erfahren, ob indirekt die Personalie Köpke in dem Fall eine Rolle spielte, der ja einst vom KSC nach Aue kam? Wollten die Badener ein (zu) großes Stück vom Kuchen, sprich der Ablöse, des Stürmers mit ab haben?

Wir hätten zudem wissen wollen, wie Leonhardt zum nicht ganz geräuschlosen Wechsel Köpkes zur Hertha steht. Der 22-Jährige hatte Hannover die Zusage gegeben, das zumindest sagt 96-Sportdirektor Horst Heldt.

Doch der Ex-Auer geht nach Berlin, weil sich Papa Andreas mitten in der WM-Vorbereitung der DFB-Elf in den Wechsel einschaltete und den Niedersachsen absagte. Köpke-Senior spielte selbst einst bei der Hertha. Zufall? Die feine englische Art war das nicht. gibt es die überhaupt im Fußball?

Der Abgang von Pascal Köpke verlief keineswegs geräuschlos. Er gab Hannover das Wort und wechselte zur Hertha nach Berlin.
Der Abgang von Pascal Köpke verlief keineswegs geräuschlos. Er gab Hannover das Wort und wechselte zur Hertha nach Berlin.  © picture point/Sven Sonntag

Pascal wird in Berlin sicher den einen oder anderen Cent mehr verdienen als in Hannover.

Er bog sinnbildlich auf dem Weg nach Hannover auf der A2 bei Magdeburg nicht links, sondern rechts ab und brach damit sein Wort. Das wiederum schmeckte dem FCE finanziell. Berlin zahlt eine halbe Million Euro mehr Ablöse als 96. Schmutzige Welt.

Zum Abschluss hätte TAG24 Leonhardt gern gefragt, warum er sich das antut? Ein Präsident ist ein Repräsentant. Er selbst ist mehr, er ist der Macher. "Leo" hat seinen Urlaub verschoben, um den Trainer zu suchen, um mit Beratern über Neuzugänge zu verhandeln. Er lässt seinen eigentlichen Job links liegen - für den FCE.

Wäre es daher nicht an der Zeit, endlich mal wieder einen Sportdirektor einzustellen, um sich den eigentlichen Präsidenten-Aufgaben widmen zu können?

Vielleicht liest Helge Leonhardt diese Zeilen und beantwortet uns all die Fragen. Vielleicht.


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