Tödlicher Sturz bei Aue gegen Dynamo: Ermittlungen eingestellt

Auf der Tribüne feuerten die Erzgebirger ihre Veilchen an. Der Bereich rechts ist für das Publikum noch nicht freigegeben. Hier passierte der Unfall.
Auf der Tribüne feuerten die Erzgebirger ihre Veilchen an. Der Bereich rechts ist für das Publikum noch nicht freigegeben. Hier passierte der Unfall.  © Igor Pastierovic

Aue - Nach dem tödlichen Sturz im Auer Stadion hat die Staatsanwaltschaft nun die Ermittlungen eingestellt.

Das schreckliche Unglück passierte beim Derby FC Erzgebirge Aue gegen Dynamo Dresden am 26. Februar. Ein Beamter (60) der Polizeidirektion Görlitz stürzte in der Halbzeitpause von einer, damals noch nicht fertiggestellten Tribüne. Der 60-Jährige zog sich dabei einen Schädelbasisbruch zu. Er verstarb Mitte März an den schweren Verletzungen.

Unklar waren der Grund und die Umstände des Unglücks. Wie die Freie Presse berichtet, hat die Staatsanwaltschaft Chemnitz nun die Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingestellt. Die bisherigen Ermittlungen hätten keinen genügenden Anlass erbracht, um Anklage zu erheben, gab Oberstaatsanwältin Ingrid Burghart bekannt.

Laut Zeugenaussagen sei der Polizist, der beim Spiel nicht im Einsatz war, von dem künftigen Sitzplatzbereich der Tribüne nach vorn gestürzt und habe sich dabei mehrfach überschlagen. Während des Sturzes hätte es keine Abfangbewegungen gegeben.

Ein Fremdverschulden konnte die Staatsanwaltschaft ausschließen, ebenso wie eine Sorgfaltspflichtverletzung. Wie es zu dem Unglück kam, wird aber wohl im Dunkeln bleiben.


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