Kampfansage von Aue-Boss Leonhardt erfüllt: "Haben das Erzgebirge glücklich gemacht!"

Aue - Sie wollten das Erzgebirge glücklich machen und sie haben Wort gehalten! Was der "Kumpelverein" am Sonntag gegen Dynamo Dresden (4:1) ablieferte, war Balsam für die geschundene Derby-Seele.

Bei Aues Boss Helge Leonhardt (r.) ging der Daumen hoch, Dynamos Sportdirektor Ralf Minge sah zumindest nach Abpfiff nicht glücklich aus.
Bei Aues Boss Helge Leonhardt (r.) ging der Daumen hoch, Dynamos Sportdirektor Ralf Minge sah zumindest nach Abpfiff nicht glücklich aus.  © imago images/Dennis Hetzschold

"Wir haben das Erzgebirge glücklich gemacht. Genau das war die Kampfansage", unterstrich FCE-Präsident Helge Leonhardt nach dem Derbysieg, dem ersten seit dem 18. September 2016 (3:0). "Es ist eines der letzten großen Traditionsderbys im Osten. Was willst du da mehr? Jeder freut sich darauf, fiebert mit, kann nachts nicht schlafen", weiß "Leo" um die extreme Brisanz.

Schlotterten Aue zu Schichtbeginn deswegen die Knie? "Vielleicht hatten wir zu viel Respekt. Danach sind wir besser geworden - wahrscheinlich auch durch die Mentalität. Wir waren effizienter und eventuell ein bisschen leidenschaftlicher. Das war der ausschlaggebende Punkt. Aus der ersten Halbzeit mit drei Toren aus vier Chancen herauszugehen, war großes Kino", unterstreicht Leonhardt.

Was dazu auf den Rängen geboten wurde, machte es für Aues Klubboss zu einer runden Sache: "Sowohl die Dynamo-Fans als auch unsere haben ordentlich Stimmung gemacht. Das gehört dazu. Und ich sage es noch einmal: Gott sei Dank gibt es noch solche Derbys!"

Da dürften die Korken im Anschluss geknallt sein - oder? "Ich trinke Bier. 'Schampus' passt nicht zum Erzgebirge", stieß Leonhardt auf den Derbysieg mit einer Hopfenkaltschale an. Das gleiche verordnete er dem kickenden Personal: "Die wollten eine doppelte Prämie, aber das lasse ich nicht zu. Die bekommen ein paar Kästen Bier reingestellt und gut ist!".

Dazu folgte noch ein klarer Appell an die Schicht, die nächsten Sonnabend beim SV Sandhausen eingeteilt ist: "Das war großes Kino. Jetzt nicht abheben und weiter arbeiten!"

So war der Plan: Die Auer Profis klatschen nach dem gewonnenen Sachsenderby mit ihren Fans ab.
So war der Plan: Die Auer Profis klatschen nach dem gewonnenen Sachsenderby mit ihren Fans ab.  © Picture Point

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